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Hollywood-Liebe vs. echte Liebe:

Wenn das Drehbuch nicht passt


Wir alle kennen sie: die filmreife Liebe, in der das Schicksal die beiden Protagonisten zusammenführt. Er rennt ihr am Flughafen hinterher, sie tanzen im strömenden Regen, und jede Hürde wird mit einem leidenschaftlichen Kuss überwunden. TV und Kino haben uns ein Drehbuch für die perfekte Partnerschaft geschrieben. Aber was passiert, wenn die Credits rollen und das echte Leben beginnt?


Die Gefahr der Projektion und das perfekte Drehbuch


Oft sind unsere Erwartungen an einen Partner oder eine Beziehung in Wirklichkeit Projektionen unserer eigenen unerfüllten Bedürfnisse und Wünsche. Wir suchen nach jemandem, der uns vervollständigt, die Lücken füllt und all unsere Träume wahr werden lässt. Wir erschaffen ein idealisiertes Bild in unserem Kopf und versuchen dann, es auf eine reale Person zu übertragen. Aber diese Person ist kein Schauspieler in unserem Drehbuch.

In der realen Welt gibt es kein Skript, keine dramatischen Regenschauer auf Knopfdruck und auch keine Streicher, die im richtigen Moment einsetzen. Wenn wir uns zu sehr an diese idealisierten Vorstellungen klammern, laufen wir Gefahr, die Schönheit der echten Liebe zu übersehen. Die Liebe, die in den kleinen, unperfekten Momenten steckt:

  • Wenn man sich morgens im Schlafanzug und mit zerzausten Haaren zusammen über Kaffee freut.
  • Wenn man gemeinsam das Chaos im Haushalt beseitigt und dabei lacht.
  • Wenn man schwierige Gespräche führt, die nicht in einem einzigen, dramatischen Satz gelöst werden.

Diese Momente sind vielleicht nicht Hollywood-reif, aber sie sind das Fundament, auf dem echte, dauerhafte Beziehungen aufgebaut werden.


Wenn die Flitterwochen vorbei sind


Viele Filme enden, wenn die Verliebtheitsphase am schönsten ist – die Zeit der rosa Brille. Dabei liegt die wahre Magie und die größte Herausforderung nicht in dieser Anfangsphase, sondern in der Zeit danach. Wahre Liebe beginnt erst, wenn die Flitterwochen vorbei sind. In diesem Moment zeigen sich die Stärken und Schwächen beider Partner, und man lernt, nicht nur die schönen, sondern auch die unperfekten Seiten des anderen zu lieben.


Kommunikation: Das Herzstück der Beziehung


Filme lassen uns oft glauben, dass Liebe mühelos ist. Doch in der Realität erfordert sie Arbeit – und das ist etwas Gutes! Die Bereitschaft, offen über Bedürfnisse, Ängste und Wünsche zu sprechen, ist das, was eine Beziehung wachsen lässt. Konflikte werden nicht magisch gelöst, sondern durch ehrliche Gespräche, Zuhören und die gemeinsame Suche nach Lösungen. Diese gemeinsame Anstrengung, die Beziehung bewusst zu pflegen, ist das stärkste Zeichen tiefer Verbundenheit.


Die Kraft, das eigene Drehbuch zu schreiben


Wahre Liebe ist keine Wiederholung von Klischees, sondern ein gemeinsames, einzigartiges Abenteuer. Anstatt nach der filmreifen Romanze zu suchen, sollten wir uns erlauben, unser eigenes Drehbuch zu schreiben – eines, das nicht perfekt ist, aber dafür authentisch.

Das bedeutet, sich von der Erwartung zu lösen, dass der Partner fehlerfrei sein muss oder dass eine Beziehung immer nur aus Höhen besteht. Es bedeutet, die kleinen Unstimmigkeiten, Meinungsverschiedenheiten und sogar langweiligen Tage als Teil des Ganzen zu akzeptieren.

Lassen wir uns nicht von der Angst leiten, dass unsere Beziehung nicht „gut genug“ ist, nur weil sie nicht aussieht wie im Film. Stattdessen sollten wir uns darauf konzentrieren, sie zu leben, mit all ihren Ecken und Kanten. Denn genau das macht sie einzigartig und wertvoll.


Glaubst du an die wahre Liebe ?

Wenn man Psychologen glauben will, verliebt jeder Mensch sich nur 3 mal richtig in seinem Leben :
  • die Jugendliebe
  • die intensive Liebe
  • die unerwartete Liebe

Dabei sind einfach nur die drei ganz unterschiedlichen Arten von Liebe gemeint und nicht die Anzahl, wie oft man sich verliebt.

Bei der ersten Liebe, glaubt man den perfekten Partner gefunden zu haben und dass die Beziehung für immer hält. Ich würde diese Beziehung als idealisierend bezeichnen, eine romantische Illusion.

Die zweite Liebe ist wohl die intensivste, in der es viele Ups and Downs und On and Offs gibt, in der man aber sehr viel über sich selbst lernen kann. Man möchte einfach, dass diese Beziehung funktionieren tut, man kämpft regelrecht darum. Doch im Endeffekt, geht es in Wahrheit nur darum, sich selbst zu finden, die eigenen Werte zu finden und für diese dann schlussendlich auch einzustehen.

Bei der dritten Liebe, handelt es sich schlussendlich um die wahre Liebe, in der alles leicht und einfach geht. Alles passt plötzlich perfekt zusammen und man fragt sich, wo dieser Mensch, der einem gegenüber steht, so lange gewesen ist. Für mich, ist das der Moment, wo man bei sich selbst angekommen ist, seinen eigenen Wert kennt und nicht mehr für eine Beziehung kämpft. Man lässt es einfach geschehen und zieht den passenden Partner an.


Ich persönlich nenne es den Weg vom Werden zum Sein.


Förderung / Forderung

Wer kennt diesen Spruch nicht, dass der Mensch sich nur weiterentwickelt, wenn er Leid oder Schmerz erfährt.

Ich höre diesen Spruch immer wieder und jedes mal, wenn ich damit konfrontiert werde, zieht sich alles in mir zusammen.

Schauen wir uns mal die Definition beider Wörter genauer an :

Fangen wir mit der Definition von der Förderung an :


Der Begriff „Fördern“ beschreibt das Verstärken, Verbessern und/ oder Unterstützen von Fähigkeiten/ Kompetenzen eines Menschen. Um einen Menschen adäquat zu fördern, müssen zuvor die Fähigkeiten und Defizite des Menschen diagnostiziert werden, um Fördermaßnahmen herauszustellen.

Internetfund

Und hier die Definition von einer Forderung:

Die Forderung ist ein Zahlungs- oder sonstiger Leistungsanspruch gegen einen Forderungsschuldner, der sich aus Gesetz oder aus einem Vertrag ergibt (§ 241 BGB). Eine Forderung aus einem Vertrag ist in der Bilanz zu aktivieren, wenn an den Kunden geleistet und die Gegenleistung noch nicht erbracht wurde.

Wikipedia

Jetzt möchte ich noch zwei Beispiele dazu geben:

(Beispiel 1)

Nehme wir mal das Beispiel des kleinen Kindes, was gerade anfängt zu laufen.

Unsere Eltern haben uns dazu animiert die ersten Schritte zu machen, indem sie uns immer und immer wieder an die Hand genommen haben, um diese Schritte zu trainieren. So lange, bis wir dazu bereit waren erst die erste Hand und schliesslich auch die zweite Hand loszulassen.

Als wir dann endlich dazu bereit waren, die ersten Schritte alleine zu tun, haben sie uns aufgefordert die ersten Schritte zu laufen. Sie haben uns mir ihren Zurufen dazu animiert, mutig zu sein, daran zu glauben, dass wir es schaffen.

Also haben sie unsere Zweifel entkräftigt und unseren Mut bekräftigt. Sie haben uns dabei unterstützt die Fähigkeit des Laufens zu erlernen, indem sie unsere Fähigkeit der eigenen Selbstständigkeit gefördert haben.

Dabei haben sie jedoch keinerlei Leistungsanspruch auf irgend was angemeldet. Sie haben es, aus der reinen Liebe, heraus getan.


(Beispiel 2)

Jeder kennt doch den Begriff Zuckerbrot und Peitsche !

Hier geht es vor allem darum andere Menschen und auch Tiere zu beeinflussen, indem man auf deren Verhalten mit Belohnung und Bestrafung einwirkt. Während „Zuckerbrot“ für eine Belohnung steht und einen Anreiz bieten sollte, das erwünschte Verhalten darzubieten, steht die Peitsche für die Bestrafung, wenn die Anforderung nicht erfüllt wird.

Es handelt sich demzufolge um eine psychologische Technik des Motivierens, doch eher des Manipulierens, die sehr zielgerichtet eingesetzt wird um den erhofften Effekt zu erzielen.


Wenn ihr nun den Spruch :

der Mensch kann sich nur durch Leid und Schmerz weiterentwickeln,

ein wenig genauer betrachtet, welches Beispiel trifft dann darauf zu ?
Genau, es ist das Beispiel von „Zuckerbrot und Peitsche“ !

Und wie bereits oben beschrieben, ist es eine reine Manipulationstechnik um aus uns das gehoffte Ergebnis herauszuschlagen / erpressen und bedeutet nichts anderes, als dass jemand einen Leistungsanspruch an uns hat, dem wir unter Druck nachzugeben haben.


Wir sollten uns vielmehr wieder auf die wahre Liebe besinnen, denn sie fördert unseren Wachstum, in ihr können wir uns frei entwickeln und zu unserer wahren Grösse heranwachsen.