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Nach der Reise ist vor der Reise :

Das Leben mit dem „neuen Ich“ nach der Selbstfindung

Der Weg der Selbstfindung – sei es das Einreißen alter Mauern oder das Verarbeiten tiefer Emotionen – ist eine heldenhafte Reise. Nach Monaten oder gar Jahren intensiver innerer Arbeit erreichen wir oft einen Punkt, an dem wir das Gefühl haben, eine große Etappe abgeschlossen zu haben. Wir haben uns verändert, sind gewachsen, haben uns selbst neu kennengelernt. Doch genau hier beginnt eine neue Phase, die oft übersehen wird: Nach der Reise ist vor der Reise. Das Ankommen im „neuen Ich“ ist nicht das Ende, sondern der Beginn eines fortwährenden Prozesses.


Die Herausforderung der Integration: Das „neue Ich“ im „alten Leben“


Eine der größten Herausforderungen nach einer Phase intensiver Selbstfindung ist die Integration des neu gewonnenen Ichs in den Alltag. Wir haben uns verändert, doch die äußere Welt und die Menschen um uns herum sind (zunächst) dieselben geblieben. Dies kann zu Reibungspunkten führen:

  • Erwartungen und alte Muster: Familie, Freunde oder Kollegen könnten weiterhin die „alte“ Version von uns erwarten. Es erfordert Mut und Beständigkeit, die neue Authentizität zu leben und dabei alte Muster und Rollen zu durchbrechen.
  • Neue Empfindlichkeiten: Mit dem Abbau von Mauern werden wir oft offener und empfindlicher für äußere Einflüsse. Was früher abprallte, kann nun tiefer gehen. Das erfordert ein neues Bewusstsein für die eigenen Grenzen und den Schutz der inneren Balance.
  • Einsamkeit im Wachstum: Manchmal kann das Gefühl entstehen, dass niemand unsere Transformation wirklich versteht. Dies ist eine natürliche Begleiterscheinung, da jeder Mensch seine Reise für sich selbst geht.

Den „neuen Garten“ pflegen: Kontinuierliches Wachstum und Selbstfürsorge


Das „neue Ich“ ist wie ein frisch angelegter Garten, der ständiger Pflege bedarf. Die Arbeit ist nicht mit dem Säen getan, sondern beginnt mit der täglichen Hege und Pflege:

Bleibe in Verbindung mit dir selbst: Regelmäßige Selbstreflexion, Journaling oder Achtsamkeitsübungen helfen, die Verbindung zum inneren Selbst aufrechtzuerhalten und die gewonnenen Erkenntnisse zu festigen.

  • Übe radikale Selbstliebe: Die Selbstliebe, die du vielleicht erst während des Prozesses entwickelt hast, ist keine einmalige Errungenschaft, sondern eine tägliche Praxis. Höre auf deine Bedürfnisse, setze gesunde Grenzen und behandle dich selbst mit der gleichen Güte und dem gleichen Mitgefühl, das du einem geliebten Menschen entgegenbringen würdest.
  • Kommuniziere deine Veränderung: Sei offen und ehrlich mit deinem Umfeld. Erkläre, dass du dich verändert hast und was das für deine Beziehungen bedeutet. Nicht jeder wird es verstehen oder akzeptieren, aber die authentischen Verbindungen werden dadurch gestärkt.
  • Umarme neue Herausforderungen als Lernfelder: Das Leben wird weiterhin neue Wellen werfen. Betrachte sie nicht als Rückschläge, sondern als Gelegenheiten, das Gelernte anzuwenden und weiter zu wachsen. Jeder neue „Sturm“ ist eine Chance, die Standhaftigkeit deines „neuen Ichs“ zu testen und zu festigen.

Das ewige Wachstum: Ein lebenslanger Tanz


Die Selbstfindung ist kein Ziel, das man erreicht und dann abhakt. Sie ist ein lebenslanger Tanz des Wachstums, der Anpassung und der kontinuierlichen Entdeckung. Das „neue Ich“ ist nicht statisch; es entwickelt sich weiter, lernt dazu und passt sich an. Die Reise ist ein Prozess des Werdens, nicht des Ankommens.

Nimm dir die Freiheit, dich ständig neu zu erfinden, und erinnere dich daran: Das Ende einer großen Etappe ist immer der Beginn eines neuen Abenteuers. Was ist dein nächster Schritt auf deiner persönlichen Reise?






Das Streben nach Grösserem ?

Ihr Wille ist die Fähigkeit, sich Ziele zu setzen, die eigenen Ideale, Wünsche und Bestrebungen zu wählen. Liebe und nähren Sie diesen Willen, widmen Sie sich ihm mit ganzem Herzen ! Früher oder später werden dann Ihre Ziele in Ihnen Gestalt einnehmen. So wird Ihre Wüste zum Paradies und Ihr Wille wir Gottes Wille. Danach erleben Sie die Freude des erhörten Gebetes.

Dr. Joseph Murphy

Eines der Grundprinzipien ist der Glaube, der Glaube an sich selbst, an die Sache und an die uns innewohnende Kraft.

Wenn wir es schaffen, in diesem Glauben zu bleiben, und diesen Glauben von nichts zerstören zu lassen, streben wir immer mehr unserem Glück entgegen.

Ich gebe zu, es ist manchmal nicht so einfach und man fragt sich: „Was tue ich hier eigentlich ? Wäre es nicht besser mich mit Dingen auseinander zu setzen, die ich besser händeln kann ?“

Es mag sein, dass das der einfachere Weg ist, doch es ist ganz bestimmt nicht der richtige Weg.

Wenn wir jetzt nachgeben, landen wir wieder genau bei der Ausgangssituation. Eigentlich streben wir nach mehr, doch irgend etwas hält uns davon ab, unseren Traum zu verwirklichen. Es ist als wollten wir über die Schwelle treten, doch im letzten Moment ziehen wir den Fuss zurück und sagen uns, dass es auf dieser Seite der Schwelle einfacher ist, mit dem Leben klar zu kommen, weil wir uns hier auf bekannten Terrain bewegen, während wir nicht wissen, was uns wirklich auf der anderen Seite erwartet.

Fülle ? Verwirklichung unseres Traumes ? Oder doch nur Versagen ?

Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen und in unser altes Bewusstseinsdenken zurückholt.

Es heisst immer wieder, dass der Mensch generell ein Problem damit hat, die Kontrolle loszulassen, weil er nun mal gerne der Steuermann seines Lebens ist.

Doch ist das wirklich so ?

Sind wir wirklich der eigene Steuermann oder lassen wir einfach nur mit uns geschehen ?

Ich wage zu behaupten, dass viele Menschen eher selten die Kontrolle über ihr Leben besitzen. Und dass sie erst lernen müssen in die Selbstermächtigung zu kommen ! Sie lassen sich von ihren Aengsten leiten und schaffen es dann nicht den Fuss über die Schwelle zu setzen.

Manchmal erwarten wir eine Bestätigung von Aussen, um sicher zu gehen, dass wir auf dem richtige Weg sind. Wir schauen uns hilfesuchend um und hoffen, irgend etwas Vertrautes zu finden, was uns hilft diesen letzten Willen aufbringen zu können, unsere Fuss auf die andere Seite zu setzen.

Plötzlich werden wir zu kleinen Kindern und suchen die Bestätigung von unseren Eltern, die uns damals, als wir angefangen haben zu laufen, dazu animiert haben, den ersten Schritt und dann noch viele weitere Schritte zu tun.

Wenn wir dann niemanden finden, der uns dabei unterstützt und auffordert weiterzumachen, lassen wir uns zurückfallen oder stehen gar nicht erst auf.

Aber was ist es nun, dass uns dazu antreibt, diesen ersten Schritt zu tun und dann die vielen anderen ?

Ist es wirklich die Stimme unserer Eltern oder sind wir es nicht selbst, unser Wille, unser innerer Antrieb, der uns weiterbringt ?

Es ist unser Streben nach Wachstum, das uns dazu anhält, neue Schritte zu wagen und neue Welten zu entdecken !

Dr. Joseph Murphy drückt es so aus :

Ihr Wunsch nach Wohlstand, ist die Stimme Gottes, die Ihnen sagt, dass Ihnen die Fülle bereits zur Verfügung steht. Darum erfahren Sie durch Ihre Bedürftigkeit den Drang zu wachsen, sich auszudehnen, sich zu entfalten und Ihre Ziele zu erreichen und zu verwirklichen.