Warum der Supermarkt oft enttäuscht und der eigene Garten verzaubert
Wer kennt es nicht? Man greift im Supermarkt zur Tomate, und obwohl sie makellos aussieht, schmeckt sie oft nach – nun ja, nach nicht viel. Ein milder, wässriger Geschmack, der kaum an die Erinnerung an eine sonnengereifte, saftige Tomate heranreicht. Dabei gibt es weltweit über 10.000 bekannte Tomatensorten, jede mit ihrem eigenen, einzigartigen Aroma, ihrer Farbe und Textur! Doch warum finden wir in unseren lokalen Geschäften meist nur drei bis fünf Standardvarianten, die geschmacklich kaum überzeugen?
Die beste Tomate ist die, die man selbst anbaut.
ein Gärtnersprichwort
Der Weg vom Feld ins Regal: Geschmack als Nebensache?
Die Gründe für diese geschmackliche Diskrepanz sind vielfältig und liegen tief in der Logistik und den Anforderungen des modernen Lebensmittelhandels:
Transportfähigkeit und Haltbarkeit: Für den Massenmarkt müssen Tomaten robust sein. Sie müssen lange Transportwege überstehen, ohne zu zerdrücken oder schnell zu verderben. Das führt dazu, dass Züchter und Landwirte Sorten bevorzugen, die eine dicke Schale und festes Fruchtfleisch haben. Leider geht diese „Transportfähigkeit“ oft zulasten des Geschmacks. Aromastoffe sind flüchtig und empfindlich.
Optik über Aroma: Der Konsument kauft mit den Augen. Perfekte runde Formen, einheitliche Größe und leuchtendes Rot sind entscheidend für den Verkaufserfolg. Viele alte, geschmacklich hervorragende Sorten sehen oft „unperfekt“ aus – mal sind sie gerippt, mal unförmig oder haben unregelmäßige Farben. Sie passen nicht ins Schönheitsideal des Supermarkts.
Reifegrad bei der Ernte: Tomaten für den Handel werden oft unreif geerntet. Das hat den Vorteil, dass sie während des Transports nachreifen und weniger anfällig für Druckstellen sind. Allerdings entwickeln sie dabei nicht ihr volles Aroma. Die Enzyme, die für die Bildung der komplexen Geschmacksstoffe verantwortlich sind, arbeiten am besten, wenn die Tomate am Strauch ausreifen kann.
Monokulturen und Effizienz: Der Anbau für den Massenmarkt ist auf Effizienz und hohe Erträge ausgelegt. Es werden wenige, hochproduktive Sorten angebaut, die standardisierte Anbaubedingungen tolerieren und maschinell geerntet werden können. Die Vielfalt leidet unter diesem Fokus auf industrielle Prozesse.
Der magische Moment: Die erste eigene Gartentomate
Wer einmal eine selbst angebaute Tomate direkt vom Strauch probiert hat, weiß, wovon wir sprechen. Es ist ein Moment der Offenbarung. Plötzlich versteht man, wie eine Tomate wirklich schmecken kann: Süß, saftig, mit einer perfekten Balance aus Süße und Säure, oft mit Noten von Fruchtigkeit, Würze oder sogar einer leichten Rauchigkeit, je nach Sorte.
Dieser wahre Geschmack der Tomate ist das Ergebnis vieler Faktoren:
Vollreife Ernte: Man erntet die Tomate genau dann, wenn sie perfekt reif ist – prall, leuchtend gefärbt und weich genug, um bei leichtem Druck nachzugeben. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die maximalen Zucker-, Säure- und Aromastoffe entwickelt.
Sortenvielfalt: Im eigenen Garten kann man experimentieren! Ob alte, bewährte Sorten wie die „Ochsenherz“ oder die „Black Krim“, kleinere aromatische „Zuckertraube“ oder die gelbe „Johannisbeertomate“ – die Auswahl ist riesig. Jede Sorte hat ihr eigenes Geschmacksgeheimnis.
Terroir-Effekt: Wie bei gutem Wein spielt auch bei der Tomate das sogenannte „Terroir“ eine große Rolle. Der Standort, die Bodenbeschaffenheit, das Klima und sogar die Sonneneinstrahlung beeinflussen den Geschmack erheblich. Eine Tomate, die auf nährstoffreichem Boden in voller Sonne reift, wird anders schmecken als eine, die im Schatten oder auf kargem Boden wächst. Selbst das Wetter – viel Sonne und Wärme, aber auch ausreichender Regen – trägt zum komplexen Aroma bei.
Ein Garten ohne Tomaten ist wie ein Sommer ohne Sonne.
unbekannt
Dein Weg zur Geschmacksexplosion
Es muss nicht gleich der eigene Garten sein, um in den Genuss des wahren Tomatengeschmacks zu kommen. Eine gute Alternative sind:
Bauernmärkte: Hier findest du oft lokale Züchter, die seltene und geschmackvolle Sorten anbieten, die nicht für den Supermarkt optimiert sind.
Hofläden: Direkt vom Erzeuger gibt es oft frische, reife Ware.
Balkon oder Terrasse: Auch in Töpfen lassen sich viele Tomatensorten erfolgreich anbauen und bescheren dir ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.
Wage den Schritt weg von der Einheits-Tomate im Supermarkt und entdecke die faszinierende Welt der Tomatenvielfalt! Du wirst überrascht sein, wie köstlich eine Tomate wirklich sein kann.
Ich habe doch glatt 2 Anläufe gebraucht um alle Pflänzchen auszupflanzen.
Aber jetzt steht alles draussen, nicht nur meine Kräuter und Erdbeeren, sondern auch meine Tomaten und Paprikas.
Nun darf alles wachsen und gedeihen !
Und wenn du dich fragst, wieso ich die Tomaten nicht direkt in die Erde gesetzt habe, ist dies ganz leicht erklärt. Die kleine Wiese, wo die grossen Wannen stehen, besteht grösstenteils aus Steine. Da ich 4 Rosenstöcke gesetzt habe, konnte ich mich davon nur zu gut selbst überzeugen.
Bei den Kräutern ist mir leider der Dill und das Basilikum eingegangen, war wohl noch zu kalt, dafür habe ich dann Liebstöckel nachgekauft :
Auch bei den Gurken ist mir eine Pflanze eingegangen, oder mein Hund hat daran gefressen, ich weiss es nicht so richtig :
Ein neues Dekostück habe ich ja auch noch gekauft :