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Die Illusion des „einen Seelenpartners“:

Warum jeder Mensch das Potenzial für eine wunderbare Partnerschaft in sich birgt


Wir kennen sie alle, die Märchen, Filme und Pop-Songs, die uns von „dem einen“ erzählen: dem Seelenpartner, der perfekt zu uns passt, uns vervollständigt und für den wir nur auf unser Glück warten müssen. Diese Vorstellung vom „einen Seelenpartner“ ist tief in unserer Kultur verankert. Aber was, wenn diese romantische Idealisierung uns mehr schadet als nützt?

Oft wird behauptet, dass wir nur diesen einen, vorbestimmten Menschen finden müssen, um wahres Glück in der Liebe zu erleben. Doch diese exklusive Sichtweise kann enormen Druck erzeugen und uns blind machen für die Fülle an Potenzial, die uns das Leben und andere Menschen tatsächlich bieten.


Das wahre Potenzial: Partnerschaft als bewusste Wahl und Wachstumsprozess


Stell dir vor, du gehst mit der Überzeugung durchs Leben, dass jeder Mensch das Potenzial zu einer wunderbaren Partnerschaft hat. Was würde sich ändern?

  • Weniger Druck, mehr Offenheit: Die Suche nach „dem einen“ kann krampfhaft und frustrierend sein. Wenn wir uns jedoch für die Möglichkeit öffnen, dass bedeutungsvolle Verbindungen vielfältig sind, begegnen wir Menschen mit einer anderen Erwartungshaltung. Wir sind offener für das, was sich natürlich entwickelt, anstatt ständig zu prüfen, ob jemand „der oder die Eine“ sein könnte.
  • Liebe ist eine Entscheidung, kein Zufall: Wahre Liebe ist selten ein einmaliges Blitzereignis, das dann für immer hält. Sie ist vielmehr eine bewusste Entscheidung, die wir jeden Tag aufs Neue treffen. Wir entscheiden uns, Zeit und Energie zu investieren, zuzuhören, zu vergeben und gemeinsam zu wachsen. Eine „wunderbare Partnerschaft“ entsteht nicht durch das Finden einer vorbestimmten Person, sondern durch gemeinsame Arbeit, Kommunikation, Kompromisse und das gegenseitige Bestreben, das Beste ineinander hervorzubringen.
  • Wachstum durch Vielfalt: Jede Beziehung, die wir eingehen – sei es romantisch, freundschaftlich oder familiär – kann uns wertvolle Lektionen lehren. Manche Partnerschaften sind dazu da, uns herauszufordern und auf unsere „Schattenseiten“ aufmerksam zu machen. Andere geben uns Halt und Geborgenheit. Die Vielfalt dieser Verbindungen bereichert unser Leben auf unzählige Weisen und trägt zu unserem persönlichen Wachstum bei.
  • Kompatibilität wird entwickelt, nicht gefunden: Sicher, eine gewisse Grundchemie ist wichtig. Aber tatsächliche Kompatibilität wird oft im Laufe der Zeit entwickelt. Man lernt voneinander, passt sich an, unterstützt sich gegenseitig in den Stärken und schwächen die eigenen Schwächen ab. Es ist oft nicht so sehr, dass wir die „richtige“ Person finden, sondern dass wir mit der Person, die wir lieben, eine „richtige“ Partnerschaft aufbauen.

Selbstliebe als Fundament


Dieser Gedanke schließt wunderbar an das Thema Selbstliebe an. Wenn wir uns selbst lieben und Wertschätzen, sind wir nicht darauf angewiesen, dass ein „Seelenpartner“ uns vervollständigt. Wir sind bereits ganz. Stattdessen gehen wir in eine Beziehung, um zu teilen, zu wachsen und unser Leben gemeinsam zu bereichern – nicht, um eine Leere zu füllen.


Die Vorstellung, dass es nur „den einen“ gibt, kann uns auf eine endlose, manchmal einsame Suche schicken. Doch die Wahrheit könnte sein, dass das Potenzial für tiefe, erfüllende und wunderbare Partnerschaften überall um uns herum existiert – wenn wir bereit sind, es zu erkennen und aktiv daran mitzuwirken.


Was denkst du? Fühlst du dich befreiter bei dem Gedanken, dass das Potenzial für eine wunderbare Partnerschaft in uns selbst und in der bewussten Gestaltung von Beziehungen liegt, anstatt in der Suche nach dem „einen“ vorbestimmten Menschen?


Irischer Segen aus dem Jahr 1692

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran, welcher Frieden in der Stille sein mag.

So weit wie möglich versuchen mit Menschen auszukommen, ohne Dich zu unterwerfen.

Sprich Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Dummen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.

Vermeide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Plage für die Seele. Wenn Du Dich mit anderen Vergleichst, dann magst Du eitel und bitter werden, denn es gibt immer größere und geringere Menschen als Dich.

Freue Dich über Deine Erfolge und Pläne. Nimm Deine Arbeit ernst, aber bleibe bescheiden, es ist ein wirklicher Besitz in den wechselnden Geschicken des Lebens.

Sei vorsichtig mit geschäftlichen Dingen, denn die Welt ist voller Listen.

Aber sei du selbst.

Besonders heuchle keine Zärtlichkeit.

Sei aber nicht zynisch in Bezug auf die Liebe, denn angesichts aller Trockenheit und Entzauberung ist sie wiederkehrend wie Gras.

Nimm gütig den Rat der Jahre an und lass mit Anmut die Dinge der Jugend hinter Dir. Nähre die Stärke der Seele, um in plötzlichem Unglück nicht schutzlos zu sein. Aber beunruhige Dich nicht mit Grübeleien.

Abgesehen von einer gesunden Disziplin, sei milde mit Dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne. Du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es Dir klar ist oder nicht, kein Zweifel, das Universum entfaltet sich, wie es soll. Deshalb sei in Frieden mit Gott, wie immer Du ihn Dir auch vorstellst.

Und was immer Deine Mühen und Ziele sein mögen in der lärmenden Verwirrtheit des Lebens – halte Frieden mit Deiner Seele.

Mit all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist es doch eine schöne Welt.

Sei achtsam und versuche glücklich zu werden.

Als ich mich zu lieben begann

Die Charlie Chaplin zugeschriebene “Geburtstagsrede”

Charlie Chaplin soll anlässlich seines 70. Geburtstags am 16.4.1959 , diese Rede gehalten haben. Es wird behauptet, dass es sich hierbei um eine Falschinformation handelt und die Originalverse aus der Feder von der amerikanischen Autorin Kim McMillen stammen.


1. Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnzeichen sind – dafür, dass ich nicht im Einklang mit meiner eigenen Wahrheit lebe. Heute weiß ich, diesen Einklang nennt man :

Authentisch Sein.

2. Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es einen Menschen beeinträchtigen kann, wenn ich versuche, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich eigentlich weiß, dass der Zeitpunkt nicht stimmt und der Mensch nicht dazu bereit ist – und das gilt auch, wenn ich selber dieser Mensch bin. Heute nenne ich das :

 Respekt.

3. Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen. Jetzt kann ich sehen, dass alles um mich herum Einladung und Aufforderung zum Wachsen ist. Heute weiß ich, das bereitet den Boden für:

 Reife.

4. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur rechten Zeit am rechen Ort bin und alles genau zum rechten Zeitpunkt geschieht. Von da an konnte ich gelassen sein. Heute weiß ich, das ist :

 Vertrauen.

5. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben. Auch habe ich damit aufgehört, grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt – auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute bedeutet das für mich:

 Einfachheit.

6. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, was mich hinunterzieht oder mich von mir selbst entfernt. Erst nannte ich diese Haltung einen „Gesunden Egoismus“. Heute weiß ich, das ist :

Selbstliebe.

7. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich damit aufgehört, immer recht haben zu wollen; seitdem habe ich mich weniger geirrt. Heute weiß ich, das ist gemeint mit :

 Bescheidenheit.

8. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag, und das heißt für mich :

Erfülltes Leben.

9. Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass mich mein Denken verstören, beunruhigen und krank machen kann. Doch seit es sich mit meinem Herzen verbunden und ihm unterstellt hat, ist mein Verstand ein wertvoller Helfer. Diese Verbundenheit ist, wie ich heute weiß :

Herzensweisheit.

10. Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich:

Das ist das Leben !