Viele suchen ihr Leben lang nach der einen, perfekten Person – der Dualseele, die unser Schicksal teilt. Aber was, wenn es nicht darum geht, den einen passenden Schlüssel für unser Schloss zu finden? Ich persönlich glaube nicht daran, dass es nur eine einzige Person gibt, die für uns bestimmt ist. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass jeder das Potenzial in sich trägt, der perfekte Partner zu sein – wenn wir bereit sind, daran zu wachsen.
Die wahre Magie liegt nicht in der Suche nach dem „einen Richtigen“, sondern in der bewussten Entscheidung, mit einem Menschen gemeinsam zu wachsen, an den eigenen Herausforderungen zu arbeiten und ein Fundament der Liebe zu bauen.
Trotz meiner eigenen Einstellung möchte ich dir dennoch die Tarot-Legung für deinen Dualseelenprozess, bestehend aus drei Karten des Twin-Flame-Tarots, nicht vorenthalten.
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Wer sich einmal aus dem Sturm emotionaler Turbulenzen befreit hat, spürt die befreiende Stille. Das ist der Moment, in dem man realisiert, dass die wahre Macht nicht darin liegt, zu kontrollieren, was andere tun, sondern darin, wie man selbst darauf reagiert. Doch was kommt, wenn das Herz sich beruhigt hat? Der Weg führt vom Loslassen zur bewussten Gestaltung des eigenen Lebens.
Loslassen bedeutet nicht aufgeben. Es ist vielmehr eine Geste des tiefen Vertrauens – Vertrauen in sich selbst und in das Leben. Es ist der mutige Schritt, sich vom ständigen Bedürfnis nach Bestätigung zu lösen und die Kontrolle über die eigenen Gefühle wiederzuerlangen. Das ist ein Akt der Stärke, nicht der Schwäche. Man gibt die Hoffnung nicht auf, sondern entscheidet sich bewusst dafür, nicht länger im Strudel des emotionalen Dramas gefangen zu sein.
Die Kunst, Raum zu schaffen
Dieser neue Freiraum, den du schaffst, ist kein Vakuum der Distanz, sondern eine Geste des Respekts, die beiden Seiten ermöglicht, zu atmen und sich zu entwickeln. Wir hören auf zu drängen und beginnen, einfach nur zu sein. Dieser Raum ist essenziell für die Entfaltung einer gesunden Beziehung. Er gibt jedem die Möglichkeit, sich mit den eigenen Emotionen, Wünschen und Ängsten auseinanderzusetzen, ohne den Druck des anderen zu spüren. Erst wenn beide Partner in diesem Raum ihre eigene Identität stärken, können sie auf einer neuen, bewussteren Ebene aufeinandertreffen. Und genau in dieser Stille kann eine neue, tiefere Art von Verbindung entstehen.
Partnerschaft auf Augenhöhe
Wenn man nicht mehr darum kämpft, die Aufmerksamkeit oder die Liebe eines anderen zu bekommen, schafft man eine offene Tür. Man lädt ein, anstatt zu fordern. Dieser Raum zeigt dem Gegenüber, dass man eine starke, unabhängige Person ist, die nicht von seiner Bestätigung abhängig ist. Und gleichzeitig gibt man ihm die Chance, die Lücke, die durch die eigene Stille entsteht, zu spüren und zu reflektieren.
Aus dieser inneren Ruhe heraus beginnt man, eine neue Art von Liebe anzuziehen. Es ist keine Liebe, die aus einem Mangel heraus entsteht, sondern eine, die aus einer Fülle von Selbstliebe und Selbstakzeptanz wächst. Man sucht keinen Partner mehr, der einen vervollständigt, sondern einen, der einen ergänzt. Es ist die Partnerschaft zweier ganzer, unabhängiger Menschen, die sich auf Augenhöhe begegnen. Sie teilen ihre Leben, ohne ihre Identität aufzugeben, und schenken einander die größte Freiheit, die es in einer Beziehung geben kann: die Freiheit, man selbst zu sein.
Das ist die wahre Transformation: von der Suche im Außen zur Entdeckung im Inneren. Der Weg geht weiter, aber die Reise wird nun von innerer Ruhe und Selbstvertrauen geleitet.
Die Worte, die wir wählen, sind nicht nur Ausdruck unserer Gedanken, sondern auch Werkzeuge, mit denen wir unsere Realität formen. In einer Partnerschaft sind sie besonders kraftvoll, da sie entweder eine Brücke der Verbindung bauen oder eine Mauer der Distanz errichten können. Als Schöpfer deiner Partnerschaft hast du die Wahl, welche Worte du benutzt.
Von „Du“ zu „Ich“: Die Kraft der Ich-Botschaften
Ein klassischer Fehler, der in Konflikten häufig passiert, sind Anklagen, die mit „Du“ beginnen. „Du hörst mir nie zu!“ oder „Du machst immer alles falsch!“ Solche Sätze rufen eine Abwehrhaltung hervor und laden den Partner zum Gegenangriff ein.
Als Schöpfer der eigenen Wirklichkeit übernimmst du die Verantwortung für deine Gefühle und drückst diese mit Ich-Botschaften aus. Statt „Du hörst mir nie zu“, könntest du sagen: „Ich fühle mich ungehört, wenn ich spreche und du am Handy bist.“ Oder statt „Du machst immer alles falsch“, sagst du: „Ich wünsche mir, dass wir diese Aufgabe gemeinsam angehen können.“ Du teilst deine Gefühle mit, ohne den Partner anzugreifen. Das öffnet den Raum für Verständnis statt für Streit.
Die Sprache der Wertschätzung und Anerkennung
Viele Beziehungen scheitern nicht an großen Dramen, sondern an einem schleichenden Mangel an Wertschätzung im Alltag. Es ist einfach, die positiven Dinge als selbstverständlich hinzunehmen und nur die negativen zu benennen.
Der Schöpfer-Gedanke: Was wir suchen, finden wir auch. Wenn du aktiv nach Dingen suchst, die du am Partner wertschätzen kannst, und diese auch aussprichst, erschaffst du eine Wirklichkeit, die von Anerkennung und Liebe geprägt ist. Ein einfaches „Danke, dass du den Müll rausgebracht hast“ oder „Ich schätze, wie du immer so geduldig bist“ kann die Atmosphäre grundlegend verändern.
Gemeinsame positive Visionen kreieren
Sprache dient nicht nur dazu, Probleme zu lösen, sondern auch, um Träume zu verwirklichen. Nutze deine Worte, um gemeinsam mit deinem Partner positive Zukunftsbilder zu entwerfen. Sprich darüber, was du dir wünschst, welche Ziele ihr gemeinsam habt oder wie ihr eure Partnerschaft noch schöner gestalten könnt.
Die Schöpfer-Frage: Statt „Was läuft in unserer Beziehung falsch?“, könntest du fragen: „Wie können wir unsere Partnerschaft so gestalten, dass wir uns beide noch wohler fühlen?“ Indem du deine Sprache auf die Lösung und die Zukunft ausrichtest, lenkst du eure gemeinsame Energie in eine positive Richtung und erschaffst aktiv eine bessere Wirklichkeit für euch beide.
Die bewusste Wahl deiner Worte ist ein täglicher Akt des Erschaffens. Jedes liebevolle Kompliment, jede respektvolle Äußerung und jede konstruktive Kritik trägt dazu bei, das Fundament eurer Beziehung zu stärken.
Ein unglaublich wichtiger Punkt, wenn es darum geht, Beziehungen zu verändern und einen Partner aus dem Rückzug zu locken – oder überhaupt gesunde Beziehungen zu führen, ist das Aufhören zu jagen und einfach nur du zu sein. Oft verwechseln wir in der Angst des Verlassenwerdens oder der Distanz Jagen mit Sich-Kümmern oder Liebe zeigen. Doch das „Jagen“ – also das ständige Versuchen, den anderen zu erreichen, zu überzeugen, zu verändern oder seine Aufmerksamkeit zu erzwingen – bewirkt oft das Gegenteil: Es verstärkt den Rückzug.
Die Dynamik von Jagen und Rückzug
Stell dir vor, du jagst einem Schmetterling hinterher. Je schneller und verbissener du ihn verfolgst, desto weiter fliegt er weg. Sobald du aber innehältst, ruhig wirst und vielleicht sogar eine Blume pflückst, kommt er manchmal von selbst und setzt sich auf deine Hand. In Beziehungen ist es ähnlich:
Der Jäger: Fühlt sich oft unsicher, hat Angst vor Verlust oder Ablehnung. Seine Handlungen sind getrieben von dem Wunsch, Kontrolle über die Beziehung oder die Gefühle des anderen zu bekommen. Das kann sich äußern in: häufigen Anrufen/Nachrichten, ständigen Nachfragen, Vorwürfen, Klammern, Versuchen, den Partner zu „reparieren“ oder überreden.
Der Gejagte (der sich zurückzieht): Fühlt sich oft überfordert, unter Druck gesetzt oder eingeengt. Er spürt die Erwartungen und die Energie des Jägers als Last. Seine Reaktion ist natürlicherweise, sich noch weiter in seinen sicheren Raum zurückzuziehen.
Diese Dynamik ist ein Teufelskreis: Je mehr der eine jagt, desto mehr zieht sich der andere zurück, was wiederum den Jäger noch unsicherer macht und ihn noch mehr jagen lässt.
Die Transformation: Von „Jagen“ zu „Sein“
Wenn du bewusst entscheidest, das Jagen aufzugeben, verschiebt sich die gesamte Energie der Beziehung. Es geht nicht darum, gleichgültig zu werden oder den anderen abzuschreiben, sondern darum, deine Energie wieder auf dich selbst zu lenken und aus einer Position der Stärke heraus zu agieren.
Was passiert, wenn du aufhörst zu jagen und „einfach nur bist“:
Du nimmst den Druck vom Partner: Dein Partner spürt plötzlich nicht mehr diesen permanenten Erwartungsdruck. Der Raum, den du dadurch schaffst, kann unglaublich befreiend wirken. Er hat die Möglichkeit, sich selbst zu sortieren, ohne sich verteidigen oder entziehen zu müssen.
Du stärkst deinen eigenen Wert: Indem du nicht mehr hinterherläufst, signalisierst du dir selbst und dem anderen: „Ich bin wertvoll, auch wenn ich nicht ständig nach Bestätigung suche.“ Du kommst wieder in Kontakt mit deinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und deiner inneren Stärke.
Du wirst (wieder) attraktiv: Paradoxerweise ist die Bereitschaft, loszulassen und sich auf das eigene Leben zu konzentrieren, oft das, was Anziehung erzeugt. Wenn du ausgeglichen, selbstsicher und mit deinem eigenen Leben beschäftigt bist, strahlst du eine ganz andere Energie aus. Das kann deinen Partner neugierig machen und ihn dazu bewegen, wieder den Kontakt zu suchen.
Du förderst echte Verbindung: Wenn du nicht mehr jagst, lädst du deinen Partner ein, sich freiwillig zu nähern. Eine Verbindung, die aus freiem Willen entsteht, ist viel authentischer und nachhaltiger als eine, die aus Druck oder Zwang resultiert.
Du schaffst Raum für Klärung: Wenn der Druck wegfällt, können sowohl bei dir als auch bei deinem Partner Gedanken und Gefühle hochkommen, die vorher von der Jäger-Gejagter-Dynamik überdeckt wurden. Es entsteht Raum für ehrliche Reflexion. Dein Partner muss sich fragen: „Was will ich eigentlich? Was ist mir diese Beziehung wert?“
Wie „einfach nur sein“ in der Praxis aussieht:
Fokus auf dich: Verbringe Zeit mit dir selbst, deinen Hobbys, Freunden und Interessen. Lebe dein Leben bewusst weiter.
Achtsamkeit und Selbstberuhigung: Wenn die Angst hochkommt und dich zum Jagen verleiten will, atme tief durch, praktiziere Achtsamkeit oder schreibe deine Gefühle auf. Erinnere dich daran, dass du deine Gefühle managen kannst, ohne den anderen zu kontrollieren.
Klare Kommunikation (ohne Forderung): Wenn dein Partner auf dich zukommt, sei offen und ehrlich, aber nicht vorwurfsvoll. „Es tut gut, dass du da bist. Ich habe mir Sorgen gemacht.“ oder „Ich bin froh, dass wir jetzt sprechen können.“
Grenzen setzen: Wenn der Rückzug deinen Raum verletzt oder dir wehtut, kommuniziere das ruhig und klar: „Ich möchte dir den Raum geben, den du brauchst. Aber ich merke, dass es mir nicht guttut, wenn ich über Tage nichts von dir höre. Ich brauche ein Zeichen, dass du an mich denkst/es dir gut geht.“
Geduld: Veränderung braucht Zeit. Erwarte nicht, dass sich die Dynamik über Nacht ändert. Bleib konsequent in deiner neuen Haltung des „Seins“.
Das Aufhören des Jagens ist ein Akt der Selbstliebe und des Vertrauens – Vertrauen in dich selbst und Vertrauen in den Prozess. Es ist eine Einladung an deinen Partner, sich aus freien Stücken wieder auf dich zuzubewegen, basierend auf echter Anziehung und nicht auf erzwungener Nähe.