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Wenn du weisst wer du bist…

ziehst du den richtigen Partner an.

Wenn du sicher in deiner eigenen Energie bist, deine eigenen Werten vertrittst und zu dir selbst stehst, kann der richtige Mann in dein Leben treten.

Für eine Frau ist es enorm wichtig, die eigenen Standards, Werte und Grenzen zu kommunizieren, denn der Mann muss sich ja an irgend etwas orientieren.

Hand aufs Herz, wer möchte nicht erobert werden ? Doch wie soll der Mann dich erobern, dir geben, nach was du dich sehnst, wenn du selbst nicht weisst, wer du bist ?

Wenn du ständig auf den Mann schaust und dir Gedanken machst, was er braucht, damit er auf dich zukommt. Wie soll er dann wissen, was du brauchst, was dir gut tut ?

Lass den Mann ein Mann sein und dich erobern, sich überlegen, was er dir Gutes tun kann. Lass ihn die Dinge organisieren und vertrau einfach darauf, dass er weiss, was er tun soll.

Wenn du aufhörst dich am Handeln deines Gegenübers zu fokussieren, erst dann, kann er sich an deiner Energie orientieren. Lerne deine eigene Wahrheit zu leben, dich selbst zu spüren. Denn dass ist es, was den Mann dazu bringt, sich in dich zu verlieben. Dann wird er automatisch von deiner Energie angezogen.

Wahre Liebe findet nicht an der Oberfläche statt !

Nicht deine Kleidung, ein bestimmtes Parfum oder Schminke macht deinen Partner verliebt. Du musst dich nicht anpassen, dich hübsch machen oder für eine Beziehung kämpfen !

Nein !

Es ist deine ureigene Essenz, die ihn anzieht, deine weibliche Kraft.


Neue Beziehung eingehen ?

Es gibt Tage, an denen ich mich nach einer starken Schulter zum Anlehnen sehne. Doch schnell danach frage ich mich ob ich überhaupt bereit bin, nach so langer Zeit Kompromisse einzugehen, denn in einer Beziehung geht es immer um Kompromisse.

Ich bin jetzt schon so lange alleine und habe meine Kinder alleine gross gezogen, dass es mir echt schwer fällt, mich auf eine neue Beziehung einzulassen. Vielleicht auch, weil ich in der Vergangenheit, so manches Traumata durchleben musste.

Ist es nun die Angst vor neuen Verletzungen, die mich blockiert oder leide ich einfach nur an Bindungsangst ?

Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, wie stark ich doch bin oder sein kann, weil ich dazu gezwungen war, alles alleine schaffen zu müssen. Und nun, wo ich so lange durch die schwierigste Zeit meines Lebens gegangen bin, habe ich irgend wie keine Lust mehr darauf, dass jemand anderes mir sagen tut, was ich zu tun oder wie ich zu sein habe. Ich möchte einfach nicht in meiner Selbstbestimmung eingeengt werden.

Ich glaube, im Moment, würde jede Beziehung an meiner eigenen Kompromissbereitschaft scheitern, weil ich einfach in der Vergangenheit gelernt habe, dass die meisten Menschen gar nicht beziehungsfähig sind, sondern nur ihren eigenen Willen ausleben wollen oder den Partner / Partnerin nach ihren Vorstellungen verändern wollen.

Hatte ich nun die falschen Partner oder hatte ich selbst eine falsche Einstellung zur Beziehung ?

Ich glaube eher, dass ich eine falsche Einstellung zu mir selbst hatte, denn anstatt mich für meine eigenen Werte einzusetzen, habe ich mich an meinen Partner angepasst, und zwar so sehr, dass fast nichts mehr von meiner eigenen Persönlichkeit übrig geblieben ist.

Diese Einstellung beruhte auf eine alte Verletzung, nämlich verlassen zu werden, weil ich, in den Augen des Partners, nicht gut genug (für eine Partnerschaft) war.

Und heute, nach einem langen Weg der Heilung, bin ich einfach nicht mehr bereit den gleichen Fehler noch einmal zu machen. Ich habe gelernt mich um mich selbst zu kümmern und weiss, dass mein Gefühlsleben nicht vom Gegenüber abhängig ist. Denn nicht mein Partner gibt mir meinen Wert, sondern ich selbst.

Diese alte Verletzung konnte ich heilen, denn mein damaliger Partner hatte unrecht. Ich war und bin immer noch liebenswert, doch er war einfach nicht bereit seinen eigenen Beitrag zur Beziehung zu leisten.

Dies soll jetzt kein Vorwurf sein, denn wir alle mussten im Laufe unseres Lebens, erst einmal rausfinden, wer wir eigentlich sind, ohne uns zu sehr von der Meinung anderer beeinflussen zu lassen. Denn nicht der Blick nach aussen zeigt uns, wer wir sind, vielmehr der Blick nach innen, macht uns bewusst, wer wir schon immer waren.

Nun zurück zur Frage, ob ich wirklich bereit bin, eine neue Beziehung einzugehen.

Ja, bin ich. Doch ich bin nicht mehr bereit in eine Beziehung zu investieren, die auf Nähe und Rückzug, Verlustangst und Vermeidungsverhalten beruht, denn ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man festgefahrene Muster und Verhaltensmuster durchbrechen kann und so eine neue Beziehungsfähigkeit erlernen kann.

Ich mache mich jetzt nicht aktiv auf die Suche nach einem passenden Partner, sondern vertraue einfach darauf, dass sich der passende Partner zum richtigen Zeitpunkt zeigen wird.



Der grosse Diktator (Rede)

Charlie Chaplin

Auszug aus dem Film „Der grosse Diktator“ aus dem Jahr 1940. Diese Rede gilt als humanistische Ansprache gegen Hass und Rassismus und hat bis heute nichts an seiner Aussagekraft verloren.

Bitte alle mal lesen oder anhören !

Es tut mir leid aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. Ich möchte weder herrschen, noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann. Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen. Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen. Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert. Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen, von Mensch zu Mensch. Die erfordern eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden. Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat Unschuldige zu quälen, und in Ketten zu legen. Allen denen die mich jetzt hören rufe ich zu : Ihr dürft nicht verzagen! Auch das bittere Leid das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Männer, die heute die Menschlichkeit mit Füssen treten werden nicht immer da sein. Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen, und auch ihr Hass. Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden. Auch wenn es Blut und Tränen kostet, für die Freiheit ist kein Opfer zu groß. Soldaten vertraut euch nicht Barbaren an, Unmenschen die euch verachten, und denen euer Leben nichts wert ist, ihr seid für sie nur Sklaven. Ihr habt das zu tun, das zu glauben, das zu fühlen. Ihr werdet gedrillt, gefüttert, wie Vieh behandelt, und seid nichts weiter als Kanonenfutter. Ihr seid viel zu schade für diese verehrten Subjekte. Diese Maschinenmenschen, mit Maschinenköpfen, und Maschinenherzen. Ihr seid keine Roboter, ihr seid keine Tiere, ihr seid Menschen! Bewahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht, nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird. Soldaten kämpft nicht für die Sklaverei, kämpft für die Freiheit. Im siebzehnten Kapitel des Evangelisten Lukas steht: Gott wohnt in jedem Menschen. Also nicht nur in einem oder in einer Gruppe von Menschen. Vergesst nie, Gott lebt in euch allen, und ihr als Volk habt allein die Macht. Die Macht Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht Glück zu spenden. Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen. Daher im Namen der Demokratie : Lasst und diese Macht nutzen! Lasst uns zusammen stehen! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt! Die jedermann gleiche Chancen gibt, die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt. Versprochen haben die Unterdrücker das auch, deshalb konnten sie die Macht ergreifen. Das war Lüge, wie überhaupt alles, was sie euch versprachen, diese Verbrecher. Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben. Lasst uns diese Ketten sprengen! Lasst uns kämpfen für eine bessere Welt! Lasst uns kämpfen für die Freiheit in der Welt, das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz! Lasst uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit. In der die Vernunft siegt, in der uns Fortschritt und Wissenschaft allen zum Segen reichen. Kameraden, im Namen der Demokratie : Dafür lasst uns streiten!