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Der Verfall der Menschlichkeit :

Eine individuelle Betrachtung


In einer Welt, die sich rasend schnell dreht, in der Nachrichten im Minutentakt auf uns einprasseln und soziale Medien unsere Aufmerksamkeit buhlend fordern, sprechen wir oft vom „Verfall der Menschlichkeit“. Aber was bedeutet das eigentlich? Ist es ein kollektives Phänomen, eine unausweichliche Abwärtsspirale, oder beginnt dieser Verfall nicht vielmehr bei jedem Einzelnen von uns?


Das Individuum im Brennpunkt


Wenn wir über den Verfall der Menschlichkeit sprechen, neigen wir dazu, mit dem Finger auf die Gesellschaft als Ganzes zu zeigen: auf politische Missstände, globale Konflikte, Umweltzerstörung oder die vermeintliche Gleichgültigkeit der Massen. Doch jede Gesellschaft, jede Gruppe, besteht aus Individuen. Und so wie ein Fluss aus unzähligen Wassertropfen besteht, so ist auch der Zustand der Menschheit eine Reflektion der einzelnen Menschen, die sie ausmachen.


Der Verfall der Menschlichkeit beginnt oft im Stillen, in den kleinen Entscheidungen, die wir täglich treffen – oder eben nicht treffen. Er manifestiert sich in der Abwesenheit von Empathie im Supermarkt, in der Ignoranz gegenüber dem Hilferuf eines Fremden, in der Kälte, die wir online verbreiten, oder in der Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid, das uns aus der Ferne erreicht. Es ist die schleichende Erosion von Werten wie Respekt, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein, die sich im Kleinen bemerkbar macht, bevor sie im Großen sichtbar wird.


Die Macht der bewussten Entscheidung


Gerade in Zeiten, in denen sich vieles düster anfühlt, liegt die größte Hoffnung in der Macht des Individuums. Wir sind nicht nur passive Beobachter des Verfalls; wir sind auch die Architekten seiner Umkehr. Jeder von uns hat die Fähigkeit, durch bewusste Entscheidungen und Handlungen dem entgegenzuwirken.

  • Empathie kultivieren: Versetzen Sie sich aktiv in die Lage anderer. Hören Sie zu, ohne zu urteilen. Versuchen Sie, die Perspektiven zu verstehen, auch wenn sie nicht mit Ihren eigenen übereinstimmen.
  • Achtsamkeit im Alltag: Nehmen Sie sich bewusst Zeit für kleine Gesten der Freundlichkeit. Ein Lächeln, ein offenes Ohr, eine helfende Hand – diese kleinen Handlungen können eine große Wirkung haben.
  • Verantwortung übernehmen: Erkennen Sie Ihre eigene Rolle in der Welt. Das bedeutet, sich nicht nur um das eigene Wohlergehen zu kümmern, sondern auch um das der Gemeinschaft und des Planeten.
  • Mut zur Menschlichkeit: Es braucht Mut, Menschlichkeit zu zeigen, wenn die Welt scheinbar kälter wird. Mut, sich für andere einzusetzen, Ungerechtigkeit zu benennen und Mitgefühl zu leben.
  • Bewusste Mediennutzung: Hinterfragen Sie Informationen kritisch und lassen Sie sich nicht von Negativität überwältigen. Suchen Sie aktiv nach positiven Nachrichten und inspirierenden Geschichten.
Das individuelle Erwachen


Der scheinbare Verfall der Menschlichkeit ist kein unausweichliches Schicksal, sondern eine Herausforderung. Eine Herausforderung an jeden Einzelnen von uns, die eigenen Werte zu überprüfen und sich bewusst für ein Leben im Einklang mit diesen Werten zu entscheiden. Wenn jedes Individuum beginnt, sich wieder auf die Essenz der Menschlichkeit zu besinnen – auf Liebe, Mitgefühl, Respekt und Verbundenheit – dann entsteht eine kollektive Kraft, die den Verfall nicht nur aufhalten, sondern auch umkehren kann.


Es ist Zeit für ein individuelles Erwachen. Es ist Zeit, die Verantwortung für den Zustand der Menschheit nicht nur bei anderen zu suchen, sondern bei sich selbst zu beginnen. Denn am Ende sind wir die Menschlichkeit. Und ihr Zustand liegt in unseren Händen, in unseren Herzen und in unseren täglichen Entscheidungen.

Sei doch endlich mal normal !

Sorry, nein, kann ich nicht ! Habe ich bereits versucht und rausgefunden, dass ich das gar nicht will !

Sei normal, so benimmt man sich doch nicht.

Pass dich an !

Was sollen die anderen von dir denken ?

Das macht man nicht !

Du musst doch…

Du kannst doch nicht…


Wie oft habe ich diese Sätze schon gehört !

Ich wollte eigentlich nie wirklich ein angepasster Mensch sein, der anderen von morgens bis abends dienen und sich dabei selbst ganz vergessen tut. Der vor lauter Beschäftigung die eigenen Bedürfnisse vergisst und keinen Spass mehr am Leben hat.

Lange habe ich versucht ein angepasster Mensch zu sein. Und heute sage ich, dass dieser ganze Prozess einfach zu lange gedauert hat. Denn mein ganzes ICH hat sehr darunter gelitten. Dieser stetige innere Kampf, sich anpassen zu müssen und sich nicht anpassen zu wollen, hat grosse Wunden hinterlassen, schmerzhafte Wunden !

Heute kann ich sagen, dass ich mich abgenabelt habe ! Ich lebe für mich selbst und nicht für andere !


Der schöpferische Mensch benötigt Unabhängigkeit, er ist weder Diener, noch Herrscher. Sein Umgang mit anderen Menschen ist gekennzeichnet durch Freiwilligkeit.

 „Ein Mann wie Sprengstoff“, der Verfilmung des Romans „The Fountainhead“ von Ayn Rand.

Ich habe mich gerade an einen früheren Post erinnert, den du hier findest :

Mir gefällt besonders folgender Abschnitt aus dem Auszug :

Der schöpferische Mensch benötigt Unabhängigkeit, er ist weder Diener, noch Herrscher. Sein Umgang mit anderen Menschen ist gekennzeichnet durch Freiwilligkeit. Der Parasit strebt nach Macht, er will alle Menschen beherrschen und als Sklaven zusammen ketten, er behauptet der Mensch wäre nur ein Werkzeug im Dienste anderer. Dass er denken muss, wie sie denken. Dass er handeln muss, wie sie handeln. Und dass er in freudloser Knechtschaft für die Bedürfnisse anderer leben muss, nicht für seine.

 „Ein Mann wie Sprengstoff“, der Verfilmung des Romans „The Fountainhead“ von Ayn Rand.

Gestern sind diese Bilder entstanden. Meine Freundin meinte noch, dass jeder, der uns gesehen hat, jetzt glaubt, dass wir verrückt sind, was ja auch stimmt, denn wir sind ja ein wenig „ver„-„rückt“ ! Denn wir handeln nicht unbedingt wie das Kollektiv !

Während andere sich im Haus aufgehalten und sich über den stetigen Regen beschwert haben, sind wir rausgegangen und hatten Spass ! Wir haben wirklich sehr gelacht.

Denn auch wenn man nicht mehr so jung ist und ein paar Kilos mehr auf den Rippen hat, kann man Spass haben !

Denn das Leben geht eben nicht an einem vorbei. Es ist das, was man daraus macht.

Man kann zuhause Trübsal blasen oder eben Spass haben.

Und wir haben uns für Spass entschieden !


Danke Nadia, für die tolle Zeit !


Das Individuum gegen das Kollektiv

Hier wird die Frage gestellt:

Hat der Mensch eine Daseinsberechtigung, wenn er sich weigert der Gesellschaft zu dienen ?

In diesem Plädoyer aus dem Film : Ein Mann, wie Sprengstoff aus dem Jahr 1949, wird erklärt, was einen schöpferischen Menschen ausmacht.

„…Kein Schöpfer wurde durch den Wunsch angetrieben, es seinen Brüdern Recht zu machen. Seine Brüder haben sein Geschenk gehasst. Seine Wahrheit, war sein einziges Motiv. Seine Arbeit war sein einziges Ziel. Seine Arbeit, nicht jene, die sie sich zu Nutze machten. Sein Werk, nicht das was andere als Gewinn daraus zogen. Sein Werk, das seiner Wahrheit Gestalt verlieh. Er stellte seine Wahrheit über alles andere und gegen alle Menschen. Er machte weiter, ob andere seiner Meinung waren, oder nicht. Mit seiner Integrität, als seinem einzigen Banner. Er war Diener von nichts und niemanden. Er lebte für sich selbst. Und nur dadurch, dass er für sich selbst lebte, war er fähig die Dinge zu schaffen, die zum Ruhm der Menschheit beitragen. Das ist das Wesen von menschlicher Leistung. Der Mensch ist allein durch seinen Verstand in der Lage zu überleben. Er kommt ungerüstet auf die Welt, sein Gehirn ist seine einzige Waffe. Aber der Verstand ist ein Merkmal des Individuums, etwas, was man einen kollektiven Verstand nennen könnte, gibt es nicht.

Der Mensch, der denkt, muss selbstständig denken und handeln. Der schöpferische Verstand wird behindert durch jegliche Form von Zwang. Er kann niemals den Bedürfnissen, den Ansichten, den Wünschen von anderen unterworfen werden und er ist nichts, was aufgeopfert werden könnte.

Der schöpferische Mensch fühlt sich seinem eigenen Urteil verpflichtet. Der Parasit schliesst sich der Meinung anderer an.

Der schöpferische Mensch denkt, der Parasit imitiert.

Der schöpferische Mensch produziert, der Parasit plündert.

Dem schöpferischen Menschen geht es um den Sieg über die Natur, dem Parasiten geht es um den Sieg über den Menschen.

Der schöpferische Mensch benötigt Unabhängigkeit, er ist weder Diener, noch Herrscher. Sein Umgang mit anderen Menschen ist gekennzeichnet durch Freiwilligkeit. Der Parasit strebt nach Macht, er will alle Menschen beherrschen und als Sklaven zusammen ketten, er behauptet der Mensch wäre nur ein Werkzeug im Dienste anderer. Dass er denken muss, wie sie denken. Dass er handeln muss, wie sie handeln. Und dass er in freudloser Knechtschaft für die Bedürfnisse anderer leben muss, nicht für seine.

Sehen sie sich die Geschichte an, alles, was wir haben, alles, was die Menschen weitergebracht hat, entstammt der freiwilligen Arbeit eines unabhängigen Geistes.

Jede Gräueltat, jede Zerstörung, entstammt dem Bemühen die Menschen mit Gewalt in eine Herde seelenloser Roboter zu verwandeln, ohne persönlichen Rechte, ohne persönliche Wünsche, ohne Willen, Hoffnung oder Würde. Dies ist ein alter Konflikt. Mit anderen Worten, das Individuum gegen das Kollektiv.

Unser Land, das edelste in der Geschichte der Menschheit, wurde auf Individualismus aufgebaut, auf dem Prinzip der unveräusserlichen Rechte des Einzelnen. Es war ein Land, in dem es den Menschen frei stand, sein Glück zu machen und weiter zu kommen. Nicht aufzugeben und zu verzichten. Zu gedeihen, nicht Mangel zu erleiden. Etwas durch Leistung zu erreichen, nicht zu plündern. Als sein höchstes Gut, sein persönliches Selbstwertgefühl zu betrachten und als seine höchste Tugend, seine Selbstachtung.

Sehen sie sich das Ergebnis an, die Kollektivisten verlangen nun von ihnen, diese Errungenschaften zu vernichten, wie schon so vieles auf der Erde vernichtet wurde…“


Dieses flammende Plädoyer für Individualismus ist ein Ausschnitt aus dem Film „Ein Mann wie Sprengstoff“, der Verfilmung des Romans „The Fountainhead“ von Ayn Rand.


Individuationsprozess

Was versteht man unter dem Individuationsprozess ?

Der Individuationsprozess ist der Werdegang eines Individuums und beschreibt den Prozess des Ganzwerdens zu etwas Einzigartigem, einem Individuum.

Durch die Entfaltung seiner eigenen Fähigkeiten, Anlagen und Möglichkeiten, wird der Mensch zu dem, was er wirklich will, denn sein Ziel ist die schrittweise Bewusstwerdung, sich selbst als etwas Eigenes und Einmaliges zu erkennen und zu verstehen.

Während des Individuationsprozesses ist es wichtig, sich stets den auftauchenden Problemen zu stellen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und diese dann vor sich selbst und anderen zu verantworten.

Hierbei geht es nicht mehr darum, was für die Allgemeinheit wichtig oder nötig ist, sondern vielmehr darum, auf die eigene Stimme zu hören, sich von seinem Innersten führen zu lassen, ohne sich dabei jedoch vom Außen manipulieren zu lassen.