Schlagwort-Archive: Bewusstwerdung

Bewusstsein und Bewusstwerdung:

Der Schlüssel zu einem erfüllteren Leben


Oft verwenden wir die Begriffe „Bewusstsein“ und „Bewusstwerdung“ synonym. Doch obwohl sie eng miteinander verbunden sind, beschreiben sie unterschiedliche Aspekte unserer menschlichen Erfahrung. Wenn wir diese Unterschiede verstehen, können wir einen tieferen Einblick in unser Inneres gewinnen und den Weg zu einem bewussteren, erfüllteren Leben ebnen.


Was ist Bewusstsein?


Stell dir Bewusstsein als das weite, offene Feld vor, in dem alles stattfindet. Es ist unsere Fähigkeit zu erleben – die Farben zu sehen, die Musik zu hören, die Gedanken in unserem Kopf wahrzunehmen und die Emotionen in unserem Herzen zu fühlen. Bewusstsein ist der Zustand des Wachseins, in dem wir uns unserer selbst, unserer Umgebung und unserer inneren Welt bewusst sind. Es ist das „Licht“, das die Existenz beleuchtet.

Wir unterscheiden verschiedene Ebenen des Bewusstseins:

  • Das Wachbewusstsein: Das ist der Zustand, in dem wir die meiste Zeit des Tages verbringen. Wir denken, handeln und interagieren mit der Welt um uns herum.
  • Das Unterbewusstsein: Hier schlummern all unsere Gewohnheiten, Überzeugungen und Erinnerungen, die uns nicht ständig bewusst sind, aber unser Verhalten stark beeinflussen.
  • Das Unbewusste: Dies ist die tiefste Ebene, in der grundlegende Triebe, verdrängte Erfahrungen und kollektive Muster wirken, die uns oft verborgen bleiben.

„Das Bewusstsein ist ein kleiner Kreis des Lichts, den wir unser Leben nennen, inmitten zweier Unendlichkeiten der Dunkelheit.“

Thomas Carlyle
Was ist Bewusstwerdung?


Während Bewusstsein der Zustand ist, ist Bewusstwerdung der aktive Prozess. Es ist das Hinbewegen, das Erkennen und das Ins-Licht-Bringen dessen, was zuvor im Dunkeln lag. Es ist der Moment des „Aha!“ – wenn du plötzlich ein Muster in deinem Verhalten erkennst, die wahre Ursache eines Problems verstehst oder dir eine tief sitzende Emotion bewusst wird.

Bewusstwerdung ist der Schlüssel zu persönlichem Wachstum und Veränderung. Sie kann viele Formen annehmen:

  • Selbst-Bewusstwerdung: Dies ist vielleicht die wichtigste Form. Es geht darum, deine eigenen Gedanken, Gefühle, Muster und Motive zu erkennen. Warum reagiere ich so? Was sind meine wahren Bedürfnisse? Wie nutze ich meine Stärken? Dieser Prozess ist eng mit dem Konzept der Selbstliebe verbunden, da das Verstehen und Akzeptieren dessen, was uns ausmacht, der erste Schritt zu einem liebevollen Umgang mit uns selbst ist.
  • Emotionale Bewusstwerdung: Das Erkennen und Benennen von Gefühlen wie Wut, Angst oder Freude, anstatt sie einfach nur zu erleben oder zu unterdrücken.
  • Situations-Bewusstwerdung: Das tiefere Verständnis einer Situation, jenseits der Oberfläche. Was steckt wirklich dahinter? Welche Dynamiken spielen eine Rolle?

„Man kann das Problem nicht lösen, wenn man sich der Ursache nicht bewusst ist.“

Buddha
Warum sind beide so wichtig?


Bewusstsein ist die Grundlage, die uns ermöglicht, das Leben zu erfahren. Ohne es gäbe es keine Wahrnehmung, keine Gedanken, keine Emotionen.

Bewusstwerdung ist der Motor für Entwicklung. Jeder Akt der Bewusstwerdung erweitert den Raum unseres Bewusstseins. Stell dir vor, du hast ein großes Haus (dein Bewusstsein), aber die meisten Räume sind dunkel. Bewusstwerdung ist wie das Einschalten des Lichts in diesen Räumen – plötzlich siehst du, was da ist, und kannst damit arbeiten.

Ein bewussteres Leben bedeutet, nicht nur auf Autopilot zu funktionieren, sondern aktiv und mit Absicht zu leben. Es bedeutet, Entscheidungen zu treffen, die auf Erkenntnis basieren, anstatt auf unbewussten Gewohnheiten. Es ermöglicht uns, tiefere Verbindungen zu uns selbst und anderen aufzubauen und Herausforderungen konstruktiver zu begegnen.

Indem wir uns der Dinge bewusst werden, die uns im Griff haben – sei es ein Glaubenssatz, ein Verhaltensmuster oder eine unterdrückte Emotion –, können wir die Kontrolle zurückgewinnen und uns bewusst für einen neuen Weg entscheiden.

„Werde der Veränderung bewusst, die du in der Welt sehen möchtest.“

Mahatma Gandhi (abgewandelt)

Der Dualseelenprozess:

Zwei Welten, eine Reise der Bewusstwerdung

Das Konzept der Dualseele fasziniert und berührt viele Menschen. Es spricht eine tiefe Sehnsucht nach Verbundenheit und ultimativer Liebe an. Doch wie bei vielen spirituellen Themen gibt es auch hier unterschiedliche Interpretationen. Während die Esoterikszene oft eine sehr spezifische Sichtweise vertritt, habe ich persönlich durch meine eigene Entwicklung eine andere Perspektive gewonnen. Lassen Sie uns die beiden Sichtweisen gegenüberstellen.


Die Dualseele aus esoterischer Sicht (Die traditionelle Erzählung)


In der gängigen Esoterik wird die Dualseele oft als die eine Seele verstanden, die sich in zwei Körpern manifestiert hat – eine Art Seelenhälfte. Es wird angenommen, dass diese Seelen vor der Inkarnation einen Seelenvertrag geschlossen haben, um sich in diesem Leben wiederzufinden. Das Wiedersehen ist von einer überweltlichen, unwiderstehlichen Anziehungskraft geprägt, die oft als „magisch“ oder „schicksalhaft“ beschrieben wird.

Der Dualseelenprozess selbst wird als eine Reise verstanden, die unweigerlich zu einer ultimativen Vereinigung führt. Er ist oft von extremen Hochs und Tiefs, von schmerzhaften Trennungen (der sogenannten „Runner-Chaser“-Dynamik, bei der einer flieht und der andere jagt) und tiefen emotionalen Herausforderungen geprägt. Diese Schwierigkeiten werden dabei nicht selten als notwendige karmische Reinigung oder als Prüfung verstanden, die die beiden Seelen bestehen müssen, um für die endgültige Vereinigung bereit zu sein. Das Ziel ist oft die bedingungslose Liebe zueinander und die gemeinsame Erfüllung einer höheren Aufgabe auf der Erde. Der Glaube an diese Vorbestimmung kann Trost spenden, birgt aber auch die Gefahr, Leid als unausweichlich hinzunehmen oder sich in ungesunde Abhängigkeiten zu begeben, in der Hoffnung auf die „große Vereinigung“.


Die Dualseele aus meiner Sicht (Ein Weg der bewussten Transformation)


Durch meine eigene intensive Auseinandersetzung mit Psychologie, spirituellen Theorien und vor allem durch persönliche Erfahrungen und meiner Zeit als Kartenlegerin, die ich bewusst beendete – hat sich mein Blick gewandelt. Für mich ist der Dualseelenprozess keine vorbestimmte Schicksalsfügung mit einer einzigen, exklusiven Person. Stattdessen sehe ich ihn als einen bewussten Entwicklungspfad, dessen wahres Ziel die eigene Bewusstwerdung ist.

Meine Sichtweise unterscheidet sich von der traditionellen Esoterik in mehreren Punkten:

  • Das einzige Ziel ist Bewusstwerdung: Für mich ist der Dualseelenprozess primär ein Katalysator für persönliches Wachstum. Die intensive Verbindung – die ich nicht zwingend auf eine einzelne „Dualseele“ begrenze, da wir in einem Raum vieler Möglichkeiten leben und uns für verschiedene Beziehungsformen entscheiden können – zwingt uns dazu, tief in uns selbst zu blicken. Sie spiegelt uns unsere Muster, Ängste, Illusionen und ungelösten Themen gnadenlos wider. Das Erkennen und Heilen dieser Anteile, das von innen nach außen wirkt, ist das eigentliche Ziel.
  • Liebe als Geschenk, nicht als Endpunkt: Die tiefe Liebe, die in solchen Verbindungen empfunden wird, ist für mich nicht das Ziel selbst, sondern ein wunderbares Geschenk. Sie ist die Kraft, die uns motiviert und uns hilft, die oft schmerzhaften Phasen der Selbstkonfrontation und des Wandels durchzustehen. Sie ist der Motor, nicht die Ziellinie.
  • Freier Wille über Schicksal: Ich glaube zutiefst an den freien Willen. Eine Beziehung oder deren Verlauf ist niemals vorbestimmt. Ob sich zwei Menschen zueinander öffnen und ob sie bereit sind, an ihren Mustern zu arbeiten, ist eine bewusste Entscheidung beider Partner. Dies bedeutet auch, dass eine so intensive Beziehung nicht „für immer“ halten muss, wenn die bewusste Arbeit daran eingestellt wird oder andere Wege beschritten werden.
  • Verantwortung und Selbstreflexion: Wenn wir Muster in uns tragen, die Anziehung oder Abweisung verursachen – wie bei mir die Prägung, alles alleine schaffen zu müssen, die mein Herz verschloss und mich die Nähe des anderen nicht annehmen ließ – dann liegt es an uns, diese zu erkennen und daran zu arbeiten. Wenn der andere nicht reagiert oder sich entzieht, sehe ich das nicht als „Prüfung“, sondern als seine eigene Entscheidung oder als eine Flucht vor der Konfrontation mit sich selbst.

Fazit: Die wahre Magie liegt im Selbst

Meine Reise hat mich gelehrt: Die wahre Magie liegt nicht in äußeren Vorhersagen oder der Annahme eines vorbestimmten Schicksals. Sie liegt in der Kraft unseres eigenen Bewusstseins, sich zu entwickeln und zu verändern. Jeder Schritt der Bewusstwerdung, jede Illusion, die wir loslassen, und jede Entscheidung, die wir aus unserem freien Willen heraus treffen, trägt nicht nur zu unserem eigenen Wachstum bei, sondern sendet auch eine veränderte Energie in die Welt – ein Prinzip, das man vielleicht am ehesten mit der Quantenverschränkung vergleichen kann, wo eine Veränderung im einen Teilchen eine Resonanz im anderen auslöst, auch ohne direkten Kontakt.

Dieses Verständnis befreit mich von der Last, ein externes Schicksal erfüllen zu müssen, und ermächtigt mich, mein Leben und meine Beziehungen aus der Kraft meines Inneren heraus zu gestalten. Und genau diese Botschaft möchte ich in die Welt tragen.


Die Saat eines anderen ausbringen

Zur Erklärung des Titels :

Durch eine Freundin bin ich auf die Idee für diesen Beitrag gekommen. Ich hatte ihr Saatgut geschickt, das aber nicht in ihrem Garten aufgegangen ist.


Du kannst nicht in der Erfahrung eines anderen erschaffen.

Du kannst nicht in der Erfahrung eines anderen erschaffen, weil du dessen Gedanken nicht denken kannst.

Denke selbst !

Lebe deine eigene Vision !

Sei kein Abklatsch von irgend wem anderen !

Sei du selbst !


Wer schöpferisch tätig sein möchte, kann dies nur tun, indem er mit seinem eigenen Bewusstsein neue Dinge erschaffen tut.

Und damit dies geschieht, ist es wichtig, erst einmal Klarheit über die eigenen Wünsche zu gewinnen und mit dem eigenen Bewusstsein eine Vision zu entwickeln, wie das Gewünschte beschaffen sein soll.

Das Wort beschaffen drückt ja bereits aus, dass es hier um „(er)schaffen“ geht, also mal grob übersetzt, dass es darum geht, schöpferisch tätig zu werden, bevor es überhaupt sein kann.


Klare Intention + höhere Emotionen ergibt eine neue Energie


Der Gedanke sendet das Signal aus und das Gefühl zieht das Ereignis zu dir heran. Die Gedanken (Bewusstsein) dienen als elektrische Ladung im Quantenfeld und die Gefühle (Unterbewusstsein), sind das, was die Erfahrung im schöpferischen Prozess durch unser Herz (Sitz der Seele) in unser Leben zieht.

Wenn auch nur eins dieser Elemente fehlt, kann es nicht zur Schöpfung kommen, oder aber das Erschaffene wird nur kurze Zeit Bestand haben.


Vergiss nie, du bist dieser göttliche Funke, den es braucht um überhaupt erschaffen zu können, es ist deine Seele, die dem Ganzen die Kraft verleiht.


Das ist etwas, was viele immer wieder vergessen.

Niemand anderes als du selbst, kannst deine Vision wirklich so umsetzen, wie du sie dir erdacht hast, denn niemand kann deine Gedanken denken, deine Gefühle fühlen.

Es ist deine eigene Genialität, die dieses Momentum (Meisterwerk) erschafft.



Hier, an dieser Stelle, möchte ich dich nochmals auf einen anderen Beitrag verweisen :

https://dragonheart.blog/2022/04/22/das-individuum-gegen-das-kollektiv/