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Wer sich einmal aus dem Sturm emotionaler Turbulenzen befreit hat, spürt die befreiende Stille. Das ist der Moment, in dem man realisiert, dass die wahre Macht nicht darin liegt, zu kontrollieren, was andere tun, sondern darin, wie man selbst darauf reagiert. Doch was kommt, wenn das Herz sich beruhigt hat? Der Weg führt vom Loslassen zur bewussten Gestaltung des eigenen Lebens.
Loslassen bedeutet nicht aufgeben. Es ist vielmehr eine Geste des tiefen Vertrauens – Vertrauen in sich selbst und in das Leben. Es ist der mutige Schritt, sich vom ständigen Bedürfnis nach Bestätigung zu lösen und die Kontrolle über die eigenen Gefühle wiederzuerlangen. Das ist ein Akt der Stärke, nicht der Schwäche. Man gibt die Hoffnung nicht auf, sondern entscheidet sich bewusst dafür, nicht länger im Strudel des emotionalen Dramas gefangen zu sein.
Dieser neue Freiraum, den du schaffst, ist kein Vakuum der Distanz, sondern eine Geste des Respekts, die beiden Seiten ermöglicht, zu atmen und sich zu entwickeln. Wir hören auf zu drängen und beginnen, einfach nur zu sein. Dieser Raum ist essenziell für die Entfaltung einer gesunden Beziehung. Er gibt jedem die Möglichkeit, sich mit den eigenen Emotionen, Wünschen und Ängsten auseinanderzusetzen, ohne den Druck des anderen zu spüren. Erst wenn beide Partner in diesem Raum ihre eigene Identität stärken, können sie auf einer neuen, bewussteren Ebene aufeinandertreffen. Und genau in dieser Stille kann eine neue, tiefere Art von Verbindung entstehen.
Wenn man nicht mehr darum kämpft, die Aufmerksamkeit oder die Liebe eines anderen zu bekommen, schafft man eine offene Tür. Man lädt ein, anstatt zu fordern. Dieser Raum zeigt dem Gegenüber, dass man eine starke, unabhängige Person ist, die nicht von seiner Bestätigung abhängig ist. Und gleichzeitig gibt man ihm die Chance, die Lücke, die durch die eigene Stille entsteht, zu spüren und zu reflektieren.
Aus dieser inneren Ruhe heraus beginnt man, eine neue Art von Liebe anzuziehen. Es ist keine Liebe, die aus einem Mangel heraus entsteht, sondern eine, die aus einer Fülle von Selbstliebe und Selbstakzeptanz wächst. Man sucht keinen Partner mehr, der einen vervollständigt, sondern einen, der einen ergänzt. Es ist die Partnerschaft zweier ganzer, unabhängiger Menschen, die sich auf Augenhöhe begegnen. Sie teilen ihre Leben, ohne ihre Identität aufzugeben, und schenken einander die größte Freiheit, die es in einer Beziehung geben kann: die Freiheit, man selbst zu sein.
Das ist die wahre Transformation: von der Suche im Außen zur Entdeckung im Inneren. Der Weg geht weiter, aber die Reise wird nun von innerer Ruhe und Selbstvertrauen geleitet.
Wenn ich dieses Bild betrachte, kann ich dieses:
MECK, MECK, MECK
dieser Ente förmlich hören.
Die Wahrnehmung eines Bildes geschieht in Bruchteilen einer Sekunde. Dabei wird das wahrgenommene Bild mit einem inneren visuellen Schemata verglichen, das im Gehirn des Betrachters gespeichert ist. Bei dieser Verarbeitung, wird das betrachtete Bild mit abgespeicherten Erinnerungen und die zusammenhängenden Emotionen aus der Vergangenheit verglichen und löst dann genau die gleiche Wahrnehmung erneut aus.
Für mich ist dieses MECK, MECK, MECK wohl sehr beeindruckend gewesen, weil es sofort mit diesem Bild von meinem Gehirn assoziiert wird.
Und es ist unser innerer Filter, der für uns die unwichtigen Dinge einfach rausfiltert, wie zum Beispiel dieses:
MECK, MECK, MECK
Vielleicht kann aus genau diesen Gründen nicht mehr jeder dies wahrnehmen. Weil wir einfach aufgehört haben achtsam zu sein. Wir sehen und hören nicht mehr genau hin. Unsere Wahrnehmung ist auf ganz andere Dinge ausgerichtet.
Wir nehmen nur das wahr, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.