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Wir nehmen nur das wahr, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Wenn ich dieses Bild betrachte, kann ich dieses:

MECK, MECK, MECK

dieser Ente förmlich hören.


Doch wieso ist das so?

Die Wahrnehmung eines Bildes geschieht in Bruchteilen einer Sekunde. Dabei wird das wahrgenommene Bild mit einem inneren visuellen Schemata verglichen, das im Gehirn des Betrachters gespeichert ist. Bei dieser Verarbeitung, wird das betrachtete Bild mit abgespeicherten Erinnerungen und die zusammenhängenden Emotionen aus der Vergangenheit verglichen und löst dann genau die gleiche Wahrnehmung erneut aus.

Für mich ist dieses MECK, MECK, MECK wohl sehr beeindruckend gewesen, weil es sofort mit diesem Bild von meinem Gehirn assoziiert wird.

Und es ist unser innerer Filter, der für uns die unwichtigen Dinge einfach rausfiltert, wie zum Beispiel dieses:
MECK, MECK, MECK

Vielleicht kann aus genau diesen Gründen nicht mehr jeder dies wahrnehmen. Weil wir einfach aufgehört haben achtsam zu sein. Wir sehen und hören nicht mehr genau hin. Unsere Wahrnehmung ist auf ganz andere Dinge ausgerichtet.

Wir nehmen nur das wahr, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Zurück zur Natur – Auszeit

Oft, wenn es mir nicht so gut geht oder ich einfach eine Auszeit brauche, ziehe ich mich in die Natur zurück.

Meistens finde ich dann Abstand von all dem Stress, medialer Dauerbeschallung oder von Sorgen und Aengsten.

Da sich hier, nicht weit von meinem Wohnort entfernt, ein See befindet, nutze ich gerne die Möglichkeit, eine Runde um den See zu gehen, mich ans Ufer zu setzen und die Tiere zu beobachten. In diesen Momenten kann ich mich total entspannen und alle Sorgen loslassen. Für mich gibt es einfach keine bessere Methode um wieder in meine eigene Mitte zu finden.

Auch wenn ich zugeben muss, dass es auch mir manchmal schwer fällt einfach loszulassen, manchmal brauche ich über 15 Minuten Zeit, meine Gedanken zur Ruhe zu bringen, aber wenn dies einmal geschafft ist, kann ich diese Energie eigentlich sehr gut halten. Doch während diesen 15 Minuten muss ich echt damit kämpfen, mich nicht wieder ins Auto zu setzen und einfach heim zu fahren. Ich muss zugeben, dass ich einen recht störrischen inneren Schweinehund besitze.

Aber schaut selbst, es wäre einfach zu schade, diesen Ort sofort wieder zu verlassen.

Durch das Zusammenspiel von Wind, Sonne und Wasser, könnte man glauben, dass sich viele kleine Diamanten an der Seeoberfläche spiegeln.

(Sorry, für die Tonqualität, doch an diesem Tag war es doch recht windig und ich hatte nur das Handy dabei. )

Aber hier gibt es noch ganz andere schöne Orte um abzuschalten.

Ich glaube, die Leute hier aus der Gegend, werden diesen Ort sofort erkennen.

Im Sommer sitze ich gerne dort am Teich und lausche dem Quaken der Frösche :

Andere Menschen machen sich einfach eine CD mit Meeresrauschen oder Tiergeräuschen an, um sich entspannen zu können. Das klappt bei mir eher weniger. Ganz im Gegenteil, nach kurzer Zeit empfinde ich es als eine Belästigung und werde innerlich aggressiv.

Ich brauche das wahre Sehen, Riechen, Fühlen und Hören. Ja sogar das Schmecken, damit ich mich rundherum wohlfühlen kann.

Ich versuche es mal mit anderen Worten auszudrücken: “ Ich brauche die Wahrhaftigkeit, Kopien lassen mich eher kalt. „

Viele Menschen denken deshalb wohl auch, dass ich ziemlich arrogant oder kleinlich bin. Ich hingegen würde es anders bezeichnen. Nämlich, dass ich das Leben einfach aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Glücksrezept

(unbekannter Verfasser – 1692 in einer alten St. Paulus-Kirche von Baltimore gefunden)

Gehe behutsam deinen Weg inmitten des Lärms und der Hast dieser Welt und vergiss nie, welcher Frieden im Schweigen liegen kann. Lebe soweit wie möglich und ohne dich selbst aufzugeben in guten Beziehungen zu anderen Menschen, verkünde Deine Wahrheit ruhig und klar. Höre auch anderen zu, sogar Törichten und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. Meide laute und aggressive Menschen, sie bringen nur geistigen Verdruss. Es ist möglich, dass du entweder stolz oder verbittert wirst, wenn du dich mit anderen vergleichst, denn immer wird es bedeutendere und unbedeutendere Menschen geben als dich selbst. Freue dich des Erreichten genauso wie deiner Pläne, doch sei auf jeden Fall demütig.

Übe Vorsicht in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrügereien, verschliesse dich jedoch nicht dem Wert der Tugenden. Viele Menschen streben nach hohen Idealen, und das Leben ist voll von stillem Heldentum. Sei du selbst, heuchle vor allem keine Zuneigung und spotte nicht über die Liebe, trage freundlich die Bürde der Jahre und gib mit Anmut alles auf, was der Jugend zusteht. Nähre die Kraft deines Geistes, um plötzlichem Unglück gegenüber gewachsen zu sein. Viele Ängste entstehen aus Müdigkeit und Einsamkeit. Neben einer heilsamen Disziplin sei freundlich zu dir selbst, du bist das Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne. Du hast ein Recht darauf, hier zu sein, und die Kraft des Universums wird sich so entfalten, wie es sein muss, ob dir das klar ist oder nicht, deshalb lebe in Frieden mit Gott, was immer du dir unter ihm vorstellst.

Und was immer deine eigenen Bemühungen und Absichten sein mögen: Halte Frieden mit deiner Seele in diesem lärmigen Durcheinander des Lebens. Mit all ihrem Schein, ihren Kümmernissen und zerbrochenen Träumen ist dies Welt dennoch wunderbar.

Sei vorsichtig, strebe danach, glücklich zu sein.

Die Sache mit der Religion

Hier ein kleiner Auszug aus Wikipedia:

Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente Kräfte und damit verbundene heilige Objekte ist, die nicht im Sinne der Wissenschaftstheorie bewiesen werden können, sondern nur im Wege individueller intuitiver Erfahrung.

Es gibt eine Vielzahl von Religionen. Und jede Religion führt ihren eigenen Glaubenskrieg.

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir

Jede Religion erhebt einen Absolutheitsanspruch für sich und ihre Lehren, die allein wahr und gültig sind. Doch dadurch kam es in der Vergangenheit und kommt es immer noch zu einer Vielzahl von Glaubenskriegen. Ganze Völker wurden verfolgt und ermordet und werden es immer noch.

In meinen Augen sollte jeder seine eigene Religion/Spiritualität leben dürfen, so lange keinem dadurch einen Schaden zugefügt wird. Denn in keinem Fall darf Religion/Spiritualität dazu missbraucht werden, Übergriffe gegen Leib und Leben zu rechtfertigen. Auch ist es nicht annehmbar andere Menschen gegen ihren Willen dazu zu zwingen sich einer bestimmten Religionsgemeinschaft anzuschliessen.

Für mich ist die Nächstenliebe der einzig richtige Weg. Denn jemand, der die Nächstenliebe praktiziert, fügt keinem anderen ein Leid zu.

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder.

Franz von Assisi (1182 – 1226),

eigentlich Giovanni Bernadone, katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens