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Die Saat eines anderen ausbringen

Zur Erklärung des Titels :

Durch eine Freundin bin ich auf die Idee für diesen Beitrag gekommen. Ich hatte ihr Saatgut geschickt, das aber nicht in ihrem Garten aufgegangen ist.


Du kannst nicht in der Erfahrung eines anderen erschaffen.

Du kannst nicht in der Erfahrung eines anderen erschaffen, weil du dessen Gedanken nicht denken kannst.

Denke selbst !

Lebe deine eigene Vision !

Sei kein Abklatsch von irgend wem anderen !

Sei du selbst !


Wer schöpferisch tätig sein möchte, kann dies nur tun, indem er mit seinem eigenen Bewusstsein neue Dinge erschaffen tut.

Und damit dies geschieht, ist es wichtig, erst einmal Klarheit über die eigenen Wünsche zu gewinnen und mit dem eigenen Bewusstsein eine Vision zu entwickeln, wie das Gewünschte beschaffen sein soll.

Das Wort beschaffen drückt ja bereits aus, dass es hier um „(er)schaffen“ geht, also mal grob übersetzt, dass es darum geht, schöpferisch tätig zu werden, bevor es überhaupt sein kann.


Klare Intention + höhere Emotionen ergibt eine neue Energie


Der Gedanke sendet das Signal aus und das Gefühl zieht das Ereignis zu dir heran. Die Gedanken (Bewusstsein) dienen als elektrische Ladung im Quantenfeld und die Gefühle (Unterbewusstsein), sind das, was die Erfahrung im schöpferischen Prozess durch unser Herz (Sitz der Seele) in unser Leben zieht.

Wenn auch nur eins dieser Elemente fehlt, kann es nicht zur Schöpfung kommen, oder aber das Erschaffene wird nur kurze Zeit Bestand haben.


Vergiss nie, du bist dieser göttliche Funke, den es braucht um überhaupt erschaffen zu können, es ist deine Seele, die dem Ganzen die Kraft verleiht.


Das ist etwas, was viele immer wieder vergessen.

Niemand anderes als du selbst, kannst deine Vision wirklich so umsetzen, wie du sie dir erdacht hast, denn niemand kann deine Gedanken denken, deine Gefühle fühlen.

Es ist deine eigene Genialität, die dieses Momentum (Meisterwerk) erschafft.



Hier, an dieser Stelle, möchte ich dich nochmals auf einen anderen Beitrag verweisen :

https://dragonheart.blog/2022/04/22/das-individuum-gegen-das-kollektiv/

Das Individuum gegen das Kollektiv

Hier wird die Frage gestellt:

Hat der Mensch eine Daseinsberechtigung, wenn er sich weigert der Gesellschaft zu dienen ?

In diesem Plädoyer aus dem Film : Ein Mann, wie Sprengstoff aus dem Jahr 1949, wird erklärt, was einen schöpferischen Menschen ausmacht.

„…Kein Schöpfer wurde durch den Wunsch angetrieben, es seinen Brüdern Recht zu machen. Seine Brüder haben sein Geschenk gehasst. Seine Wahrheit, war sein einziges Motiv. Seine Arbeit war sein einziges Ziel. Seine Arbeit, nicht jene, die sie sich zu Nutze machten. Sein Werk, nicht das was andere als Gewinn daraus zogen. Sein Werk, das seiner Wahrheit Gestalt verlieh. Er stellte seine Wahrheit über alles andere und gegen alle Menschen. Er machte weiter, ob andere seiner Meinung waren, oder nicht. Mit seiner Integrität, als seinem einzigen Banner. Er war Diener von nichts und niemanden. Er lebte für sich selbst. Und nur dadurch, dass er für sich selbst lebte, war er fähig die Dinge zu schaffen, die zum Ruhm der Menschheit beitragen. Das ist das Wesen von menschlicher Leistung. Der Mensch ist allein durch seinen Verstand in der Lage zu überleben. Er kommt ungerüstet auf die Welt, sein Gehirn ist seine einzige Waffe. Aber der Verstand ist ein Merkmal des Individuums, etwas, was man einen kollektiven Verstand nennen könnte, gibt es nicht.

Der Mensch, der denkt, muss selbstständig denken und handeln. Der schöpferische Verstand wird behindert durch jegliche Form von Zwang. Er kann niemals den Bedürfnissen, den Ansichten, den Wünschen von anderen unterworfen werden und er ist nichts, was aufgeopfert werden könnte.

Der schöpferische Mensch fühlt sich seinem eigenen Urteil verpflichtet. Der Parasit schliesst sich der Meinung anderer an.

Der schöpferische Mensch denkt, der Parasit imitiert.

Der schöpferische Mensch produziert, der Parasit plündert.

Dem schöpferischen Menschen geht es um den Sieg über die Natur, dem Parasiten geht es um den Sieg über den Menschen.

Der schöpferische Mensch benötigt Unabhängigkeit, er ist weder Diener, noch Herrscher. Sein Umgang mit anderen Menschen ist gekennzeichnet durch Freiwilligkeit. Der Parasit strebt nach Macht, er will alle Menschen beherrschen und als Sklaven zusammen ketten, er behauptet der Mensch wäre nur ein Werkzeug im Dienste anderer. Dass er denken muss, wie sie denken. Dass er handeln muss, wie sie handeln. Und dass er in freudloser Knechtschaft für die Bedürfnisse anderer leben muss, nicht für seine.

Sehen sie sich die Geschichte an, alles, was wir haben, alles, was die Menschen weitergebracht hat, entstammt der freiwilligen Arbeit eines unabhängigen Geistes.

Jede Gräueltat, jede Zerstörung, entstammt dem Bemühen die Menschen mit Gewalt in eine Herde seelenloser Roboter zu verwandeln, ohne persönlichen Rechte, ohne persönliche Wünsche, ohne Willen, Hoffnung oder Würde. Dies ist ein alter Konflikt. Mit anderen Worten, das Individuum gegen das Kollektiv.

Unser Land, das edelste in der Geschichte der Menschheit, wurde auf Individualismus aufgebaut, auf dem Prinzip der unveräusserlichen Rechte des Einzelnen. Es war ein Land, in dem es den Menschen frei stand, sein Glück zu machen und weiter zu kommen. Nicht aufzugeben und zu verzichten. Zu gedeihen, nicht Mangel zu erleiden. Etwas durch Leistung zu erreichen, nicht zu plündern. Als sein höchstes Gut, sein persönliches Selbstwertgefühl zu betrachten und als seine höchste Tugend, seine Selbstachtung.

Sehen sie sich das Ergebnis an, die Kollektivisten verlangen nun von ihnen, diese Errungenschaften zu vernichten, wie schon so vieles auf der Erde vernichtet wurde…“


Dieses flammende Plädoyer für Individualismus ist ein Ausschnitt aus dem Film „Ein Mann wie Sprengstoff“, der Verfilmung des Romans „The Fountainhead“ von Ayn Rand.


Wenn die Angst vor dem Unbekannten grösser wird als die Vorfreude auf den Neubeginn

Wie ich ja bereits in einem anderen Beitrag schrieb, möchte ich dich gerne mitnehmen, auf die Reise in mein neues Leben.


Mir ist bewusst, dass die heutige Zeit ja schon an sich, höchst herausfordernd ist, ohne dabei einen Neuanfang in einem fremden Land vollziehen zu wollen. Doch da mein Mietvertrag am jetzigen Ort nun bald ausläuft, bin ich gezwungen, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen und über das, was ich noch in meinem Leben erreichen möchte.

Und glaube mir, wenn ich dir sage, dass mir dies gar nicht so leicht gefallen ist, wie es vielleicht den Anschein macht. Denn ich bin ja beim ersten Versuch, ein Leben auf meiner eigenen Selbstversorgerfarm in Nordschweden aufzubauen, bereits gescheitert.

Auch wenn anfänglich alles so gut aussah und alle vorherigen Prognosen stets positiv waren, musste ich irgend wann die Entscheidung treffen, loszulassen. Deshalb kann man von Scheitern eigentlich nicht so richtig reden, eher von einem Revidieren einer Entscheidung.

Und doch, habe ich es zu diesem Zeitpunkt als einen Verlust gesehen, ein erneutes Scheitern, zumal ich vorher so viel Energie in dieses Projekt gesteckt hatte.

Wenn ich heute so drüber nachdenke, denke ich, dass Schweden jedoch von Anfang an, nicht der richtige Ort für mich war. Aber zur Zeit der Trennung von meinem Mann, war dies die einzig mögliche Lösung für mich. Die Häuser waren und sind immer noch, im Gegensatz zu Luxemburg, erschwinglich und ich wollte nicht ohne ein Dach über dem Kopf dastehen.

Aber der Hauptgrund war wohl, dass eine liebe Freundin dort wohnte, und ich, nach dieser Trennung und ohne weiteren Kontakt zu meiner eigenen Familie, einfach nicht alleine dastehen wollte.

Und dann kam alles wieder einmal anders als erwartet !

Die Freundin zog in ein anderes Land und nun kümmerte sich niemand mehr vor Ort, direkt ums Haus. Durch den strengen Winter kam es zu einem Rohrbruch, der einen größeren Wasserschaden verursachte und auch die Heizung funktionierte nicht mehr.

Tja, das war der Zeitpunkt, wo ich eine Entscheidung treffen musste !

Um diesen Traum leben zu können, hätte ich noch viel Geld in dieses Projekt stecken müssen, nicht nur um alle Schäden zu beheben, sondern, auch, um dieses Projekt erst einmal richtig ans Laufen zu bekommen.

Aber es waren nicht nur die hohen Kosten, die mich abgeschreckt haben, weiter an diesem Traum festzuhalten, sondern auch die Angst vor dem Unbekannten ! Im Dezember 2021 entschied ich mich dann dazu, diese Farm loszulassen.

Anfangs war es gar nicht so einfach, weil ich doch etliche Energie in dieses Projekt reingesteckt habe. Und auch, wenn ich es mir selbst nicht immer eingestehen wollte, hing mein Herz dann doch ein wenig an dieser Farm.

Und nun, fast ein ganzes Jahr später, habe ich einen neuen Standort gefunden, um einen zweiten Neustart zu wagen.

Die klimatischen Bedingungen haben sich verbessert und die Vegetationszeit hat sich verlängert. So, dass mir eine grösser Auswahl an Pflanzen zu Verfügung steht, was ja immer mein größter Wunsch war ! Das Haus ist wesentlich kleiner und selbst das Grundstück, im Vergleich zu Schweden, hat an Größe verloren, doch ich denke, dass es dennoch passen könnte. Es wurden bereits einige Sanierungsarbeiten durchgeführt und auch ein paar neue Pflanzen haben bereits ihren Weg aufs Grundstück gefunden.

Eigentlich sollte ich mich freuen, weitere Pläne schmieden. Und doch überkommt mich diese enorme Angst, die mich erneut in eine Starre versetzt. Ich ertappe mich dabei, wie ich nach Ausreden und Auswegen suche, um ja nicht diesen Schritt (Umzug) machen zu müssen, was ja im Grunde nichts anders bedeutet, als dass ich mich dieser Angst nicht stellen möchte.

Doch dieses Mal, möchte ich mich nicht von meiner Angst beherrschen lassen, sondern mich ihr erfolgreich entgegenstellen.

Den Kaninchenbau verlassen

Ich habe mich in den letzten 15 Jahren intensiv mit den Themen Spiritualität und Psychologie auseinander gesetzt, manchmal gezwungenerweise, manchmal auch nur aus reiner Neugierde.

Anfangs wollte ich einfach die Zusammenhänge verstehen, wieso zum Beispiel etwas in meinem Leben passiert. Und weil alles in Beziehung besteht, habe ich es dann auf mein Umfeld ausgeweitet, bis ich schlussendlich in diesem berüchtigten Kaninchenbau gelandet bin und tiefer und tiefer in die menschlichen Abgründe abgetaucht bin.

Ich habe nicht nur etliche Vorträge von Professoren angeschaut, nein, ich habe auch etliche Bücher gelesen, Reportagen, Videos angeschaut, habe etliche Vlogs verfolgt und wurde dadurch nicht nur zum Beobachter des täglichen Lebens, sondern auch des Weltgeschehens.

Ich habe so viel Wissen aufgesaugt, dass ich mehr und mehr sagen kann, dass ich es satt bin, beliebiges Wissen nur anzuhäufen. Ich merke auch, wie diese Themen, mir mehr und mehr Lebenskraft rauben und ich stattdessen anfangen sollte einen neuen Weg einzuschlagen.

Ich muss meine Beobachter-Rolle verlassen und sollte endlich anfangen zu produzieren, zu erschaffen…

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass man keine eigenen Recherchen mehr machen sollte oder gar damit aufhören sollte, sich weiterzubilden.

Nein !

Ich sage nur, dass man sehr leicht, sehr tief in diesen Kaninchenbau ab- oder eintauchen kann und alles andere dann zwangsweise zum Stillstand kommt.

Deshalb möchte ich meine Zeit wieder viel mehr den Themen widmen, die mir nicht meine Lebenskraft entziehen, sondern viel mehr, mich mit neuer Kraft aufladen.