Die Sache mit der Empathie

Ich arbeite mit Menschen zusammen, die nicht die gleiche Muttersprache haben, wie ich selbst. Und ich muss sagen, dass es mich schon manchmal nervt, dass ich nicht verstehe, was sie unter sich sprechen. Ich habe das Gefühl regelrecht ausgeschlossen zu sein.

Doch vor ein paar Tagen habe ich mich daran erinnert, dass ich gar nicht verstehen muss, was sie reden, sondern viel mehr darauf achten sollte, wie ich reagiere. Indem ich schaue, wie ich mich bewege, was ich denke und wie ich rede, zeigt mir im Grunde, was mein Gegenüber von mir denkt oder über mich spricht. Wenn ich meine Gedanken und Emotionen beobachte, so kann ich genau erkennen, was bei meinem Gegenüber vor sich geht und dafür muss ich noch nicht einmal deren Sprache sprechen.

So einfach ist es dann auch wieder nicht !

Um den anderen verstehen zu können, muss ich mich erst einmal selbst kennen und wissen, wieso ich so oder so reagiere. Denn wenn ich meine eigene Sprache schon nicht verstehe, kann ich auch andere Menschen nicht verstehen. Ausserdem muss ich sicher sein, die eigenen inneren Verletzungen aufgearbeitet zu haben, damit sie mir beim Lesen der Gefühle meines Gegenübers nicht im Wege stehen. Das heisst nichts anderes, als die eigenen Vorurteile abzustellen, denn sie würden die Emotionen nur schwarz einfärben, was keinesfalls beim Verstehen des Gegenübers hilfreich wäre.

Du siehst, es ist gar nicht so einfach, mit der Empathie zu arbeiten.

Erst wenn du die Selbstreflexion beherrschst, die eigene innere Klarheit besitzt und alte Verletzungen geheilt hast, könnte die Empathie ein Wegweiser sein. Dennoch muss ich dich davor warnen, denn sie kann auch durch Missinterpretation, alte Vorurteile verstärken.

Und da ich der Meinung bin, dass kein Mensch fehlerfrei ist, kann es immer zu Fehlinterpretationen kommen. Alleine schon, wie in meinem Fall, wenn das Gegenüber einer anderen Kultur entstammt, die einem bis dahin fremd war.

Ueberraschung am Donnerstag Abend

Da kommt man Donnerstag Abend nach der Arbeit heim und wird liebevoll von den Nachbarn überrascht !

Ich hatte ja eine über 3 Meter hohe Thuja-Hecke geerbt, die mir persönlich ja so gar nicht gefallen hat. Ausserdem hat sie meine Terrasse total dunkel gemacht, zumal auch die anderen Bäume jetzt voll in den Blättern stehen.

Am Donnerstag Abend, haben meine Nachbarn genau diese Hecke nun gestutzt.

Hier mal ein Vorher-Bild :

Hier ein paar Bilder von Donnerstag :

Mich hat es super gefreut, auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, dass die Hecke total eingeht. Aber damit kann ich leben !

Endlich haben auch meinen Tomatenpflanzen mehr Licht zum Wachsen …

Vielen lieben Dank an meine Nachbarn !

Meine Tochter und ich, wir haben sofort von der neu gewonnenen Freiheit profitiert, draussen gegessen und Rummikub gespielt :

Heute wollte ich eigentlich, gleich nach der Arbeit, mit meinen Nachbarn grillen.

Aber wenn ich so rausschaue…