Dr. Hans-Joachim Maaz – Das falsche Leben

Ich bin heute durch meine Schwester auf Dr. Maaz gestossen, und finde seine Vorträge recht ansprechend :

Was bedeutet Normopahtie :

Unter Normopathie wird eine Persönlichkeitsstörung des Menschen verstanden, die sich in einer zwanghaften Form von Anpassung an vermeintlich vorherrschende und normgerechte Verhaltensweisen und Regelwerke innerhalb von sozialen Beziehungen und Lebensräumen ausdrückt. Ein treibendes Moment hierbei ist das unter Aufgabe der eigenen Individualität übersteigerte Streben nach Konformität, das letztlich zu unterschiedlichen Beschwerdebildern und Symptomatiken führt und sich zu einem pathologischen Geschehen ausweiten kann. Die unbedingte Überanpassung an sozio-kulturelle Normen wird damit zur Krankheit. Da im Prinzip der Wunsch nach Normalität nicht als krankhaft, sondern eher als eine gesunde Einstellung gilt, wird die Pathologie des Geschehens mit ihrer häufig somatoformen Symptomatik oft nicht als solche wahrgenommen.

Auszug Wikipedia

Ein, wie ich finde, guter Vortrag zur heutigen Gesellschaft.

Und eine gute Erklärung zum Selbst und des Ichs.

Es gibt andere interessante Vorträge von ihm auf Youtube zu finden. Vielleicht ist ja etwas für dich dabei.

Hier findet Ihr die 3 Zitate zum Ende des Vortrags :


“Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepaßt an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein.”  

Jiddu Krishnamurti

Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!“ – Peter Scholl-Latour. „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta…

Peter Scholl-Latour

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus.“ Nein, er wird sagen: „Ich bin der Antifaschismus.“»

Ignazio Silone

Förderung / Forderung

Wer kennt diesen Spruch nicht, dass der Mensch sich nur weiterentwickelt, wenn er Leid oder Schmerz erfährt.

Ich höre diesen Spruch immer wieder und jedes mal, wenn ich damit konfrontiert werde, zieht sich alles in mir zusammen.

Schauen wir uns mal die Definition beider Wörter genauer an :

Fangen wir mit der Definition von der Förderung an :


Der Begriff „Fördern“ beschreibt das Verstärken, Verbessern und/ oder Unterstützen von Fähigkeiten/ Kompetenzen eines Menschen. Um einen Menschen adäquat zu fördern, müssen zuvor die Fähigkeiten und Defizite des Menschen diagnostiziert werden, um Fördermaßnahmen herauszustellen.

Internetfund

Und hier die Definition von einer Forderung:

Die Forderung ist ein Zahlungs- oder sonstiger Leistungsanspruch gegen einen Forderungsschuldner, der sich aus Gesetz oder aus einem Vertrag ergibt (§ 241 BGB). Eine Forderung aus einem Vertrag ist in der Bilanz zu aktivieren, wenn an den Kunden geleistet und die Gegenleistung noch nicht erbracht wurde.

Wikipedia

Jetzt möchte ich noch zwei Beispiele dazu geben:

(Beispiel 1)

Nehme wir mal das Beispiel des kleinen Kindes, was gerade anfängt zu laufen.

Unsere Eltern haben uns dazu animiert die ersten Schritte zu machen, indem sie uns immer und immer wieder an die Hand genommen haben, um diese Schritte zu trainieren. So lange, bis wir dazu bereit waren erst die erste Hand und schliesslich auch die zweite Hand loszulassen.

Als wir dann endlich dazu bereit waren, die ersten Schritte alleine zu tun, haben sie uns aufgefordert die ersten Schritte zu laufen. Sie haben uns mir ihren Zurufen dazu animiert, mutig zu sein, daran zu glauben, dass wir es schaffen.

Also haben sie unsere Zweifel entkräftigt und unseren Mut bekräftigt. Sie haben uns dabei unterstützt die Fähigkeit des Laufens zu erlernen, indem sie unsere Fähigkeit der eigenen Selbstständigkeit gefördert haben.

Dabei haben sie jedoch keinerlei Leistungsanspruch auf irgend was angemeldet. Sie haben es, aus der reinen Liebe, heraus getan.


(Beispiel 2)

Jeder kennt doch den Begriff Zuckerbrot und Peitsche !

Hier geht es vor allem darum andere Menschen und auch Tiere zu beeinflussen, indem man auf deren Verhalten mit Belohnung und Bestrafung einwirkt. Während „Zuckerbrot“ für eine Belohnung steht und einen Anreiz bieten sollte, das erwünschte Verhalten darzubieten, steht die Peitsche für die Bestrafung, wenn die Anforderung nicht erfüllt wird.

Es handelt sich demzufolge um eine psychologische Technik des Motivierens, doch eher des Manipulierens, die sehr zielgerichtet eingesetzt wird um den erhofften Effekt zu erzielen.


Wenn ihr nun den Spruch :

der Mensch kann sich nur durch Leid und Schmerz weiterentwickeln,

ein wenig genauer betrachtet, welches Beispiel trifft dann darauf zu ?
Genau, es ist das Beispiel von „Zuckerbrot und Peitsche“ !

Und wie bereits oben beschrieben, ist es eine reine Manipulationstechnik um aus uns das gehoffte Ergebnis herauszuschlagen / erpressen und bedeutet nichts anderes, als dass jemand einen Leistungsanspruch an uns hat, dem wir unter Druck nachzugeben haben.


Wir sollten uns vielmehr wieder auf die wahre Liebe besinnen, denn sie fördert unseren Wachstum, in ihr können wir uns frei entwickeln und zu unserer wahren Grösse heranwachsen.


Komm aus der Opferhaltung heraus

Viele Menscheng glauben, dass sie Opfer der äusseren Umstände sind.

Doch oft ist es ihre eigene Bequemlichkeit, die sie in diesen Gedanken gefangen hält. Es ist ja auch wesentlich einfacher, die Schuld für die eigenen Probleme auf andere Menschen oder Umstände zu projizieren, als die Verantwortung für das eigene Wohlergehen zu übernehmen.

Aus dieser Sichtweise heraus, lassen sich keine positive Gedankenmuster erstellen und somit ist die allgemeine Grundhaltung dem Leben gegenüber beeinträchtigt. Je länger du dich in dieser Opferhaltung befindest, um so schwieriger wird es, sich aus diesem Irrglauben zu befreien.

Erkenne anhand deiner Ausreden, dass du dich in einer Projektion befindest und stets anderen die Schuld an allem gibst.

Dann solltest du dich fragen, ob du wirklich bereit bist, dem Ganzen ein Ende zu bereiten und die Verantwortung für dich und dein Wohlergehen zu übernehmen.

Sage dir, dass du selbst verantwortlich bist für dein seelisches, körperliches und geistiges Wohlergehen und für die Befriedigung all deiner Bedürfnisse, auch für die Lösung deiner Probleme.

Durch diese Opferhaltung schadest du dir nicht nur selbst, sondern färbst auch deine Wahrnehmung anderen gegenüber, schwarz sein. Sie werden dadurch zu Tätern und Störenfriede.

Wenn du es jedoch schaffst, dir selbst einzugestehen, dass du dich selbst in diese Opferrolle begeben hast, ist bereits der erste Schritt zur Befreiung getan.

Wenn du endlich dazu bereit bist, die Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen, öffnest du die Tür zu deinem Glück.

Tritt heraus aus diesem Schatten und lass die Opferhaltung hinter dir.

Im Gegenzug erhältst du neue Kraft, neuen Mut zum Handeln und Tun. Dein Lebensgefühl wird intensiver und steigert auch dein Selbstwertgefühl.

Wenn du verstehen möchtest, wieso du vielleicht so gehandelt hast, brauchst du nur einen Blick in deine Vergangenheit zu werfen, oft haben wir diese Lebenseinstellung von unseren Eltern, Geschwistern, Familie oder Freunden unbewusst übernommen.

Du kannst jederzeit neue Gedankenmuster erlernen, alles, was es braucht, ist deine eigene Entscheidung, deine Zustimmung und dein Wille. Gib dir die Erlaubnis neue Erfahrungen zu machen.

Verlerne deine Hilflosigkeit und lenke dein Denken wieder in vernünftige Bahnen, somit gewinnst du die Kontrolle über dein Leben und deine eigenen Visionen zurück.